Young Boys verlassen Europa mit Sieg

Im letzten Gruppenspiel geriet YB gegen Skënderbeu aus Albanien in Rückstand, ehe Guillaume Hoarau den Ausgleich erzielte und Roger Assalé in letzter Sekunde das 2:1 erzielte. Dennoch scheiden die Schweizer aus.

In seinem letzten Spiel in der UEFA Europa League kam der BSC Young Boys doch noch zu einem Sieg. In Bern ging KF Skënderbeu Korce nach einer schwachen ersten Hälfte in der 51. Minute per Strafstoß durch Enis Gavazaj in Führung, doch nur wenig später stellte Guillaume Hoarau den Ausgleich her. Und weit in der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Roger Assalé für das Siegtor.

Das Ziel beider Mannschaften war hochgesteckt, denn niemand wollte diese Gruppe B auf dem letzten Platz abschließen. Die Voraussetzungen waren für die Gäste aus Albanien besser, denn diese hatten beim Anstoß zwei Punkte mehr auf dem Konto, während YB bislang nur drei Zähler hatte holen können – drei Unentschieden.

Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, der auf zahlreichen Positionen gewechselt hatte, begann forsch und zielstrebig und schon nach einer Minute hätte sie in Führung gehen können, als Pedro Teixeira – er feierte sein internationales Debüt - auf Thorsten Schick flankte, der aber die Kugel, die parallel am Tor vorbeistrich, nicht erreichte.

Die wenigen Fans, die sich geopfert hatten, die beiden Tabellenführer ihrer heimischen Ligen anzufeuern, überschlugen sich in der Folge nicht gerade vor übertriebener Begeisterung; aufregende Szenen gab es so gut wie keine zu sehen. Dass ihnen nicht warm wurde, lag aber auch an den eisigen Temperaturen im Stade de Suisse.

Den einzigen Schuss der ersten Hälfte sahen die Fans nach gut einer halben Stunde, als Schick einen Freistoß zwar Richtung Kasten jagte, aber auch in Richtung Torhüter der Gäste. Folgerichtig ging es torlos in die Kabine.

Und als dann die Gäste kurz nach Wiederbeginn erstmals auf das Tor schossen, klingelte es auch gleich. Marco Bürki stieg im Strafraum gegen Beneyam zu ungestüm ein, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt – Elfmeter. Und diesen verwandelte ohne Probleme Gavazaj zur Führung.

Aber vier Minuten später der Ausgleich. Nach einer langen Hereingabe von halbrechts in den Strafraum war Hoarau zur Stelle und drückte die Kugel mit dem Kopf in die Maschen. Nun sah das Geschehen auf dem Platz wie ein richtiges Fußballspiel aus.

Und in der 70. Minute hätte Jean-Pierre Nsame sogar die Führung erzielen können, als er freistehend vor dem Keeper zum Abschluss kam. Aber sein Schlenzer nach Vorlage von Schick war zu ungenau, zudem hatte Schlussmann Orges Shehi aufgepasst.

Doch als niemand mehr mit einem Treffer rechnete, nach über vier Minuten der Nachspielzeit, war es soweit. Die letzte Aktion, ein Eckball, niemand konnte klären, und Assalé, zehn Minuten zuvor eingewechselt, schlug zu.

Damit beenden die Berner die Gruppenphase mit dem lange ersehnten Sieg, nachdem zuvor drei Unentschieden gelungen waren. Am Ende fehlte immer das letzte Quäntchen Glück, um mehr zu holen in dieser europäischen Saison. Aber immerhin landeten sie nicht auf dem letzten Platz.

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