Partizan - Young Boys: Hintergrund

Partizan könnte mit einem Heimsieg gegen die Young Boys den Einzug in die K.-o.-Runde perfekt machen und damit zum ersten Mal seit 13 Jahren auf europäischer Ebene überwintern.

Partizan steht kurz vor dem Einzug in die Runde der letzten 32
Partizan steht kurz vor dem Einzug in die Runde der letzten 32 ©AFP/Getty Images

Partizan geht mit der Gewissheit in das Heimspiel der Gruppe B gegen die Young Boys, dass man mit einem Sieg in die Runde der letzten 32 der UEFA Europa League einziehen und damit zum ersten Mal seit 13 Jahren auf europäischer Ebene überwintern würde.

• Partizan wäre bei einem Sieg auf jeden Fall weiter, unabhängig vom Ergebnis im Parallelspiel Skënderbeu gegen Dynamo Kyiv, weil man den direkten Vergleich mit Skënderbeu gewonnen hat.

• Die Young Boys warten zwar noch immer auf den ersten Sieg in der Gruppe B, haben aber noch alle Chancen, denn mit einem Erfolg in Belgrad würden sie Partizan vom zweiten Rang verdrängen. Bei einer Niederlage sind die Berner ausgeschieden.

Frühere Begegnungen
• Im ersten Duell der beiden Teams auf UEFA-Ebene, am ersten Spieltag im Stade de Suisse, trennten sie sich mit einem 1:1-Unentschieden. Beide Treffer fielen in den ersten 14 Minuten - Christian Fassnacht gelang der Ausgleich für die Young Boys, nachdem die Gäste durch Marko Janković in Führung gegangen waren.

• In ihrem einzigen anderen Duell mit einem serbischen Gegner mussten die Young Boys in der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2004/05 gegen Crvena zvezda (Roter Stern Belgrad) die Segel streichen. Nach einem 2:2 zu Hause gab es ein 0:3 in Belgrad.

• Partizan musste sich 2013/14 in den Play-offs zur UEFA Europa League einer Schweizer Mannschaft beugen. Nach einem 1:0-Heimsieg gegen Thun verloren sie in der Schweiz mit 0:3. In beiden Partien stand bei der heutige YB-Akteur Sékou Sanogo für Thun auf dem Platz.

Hintergrund
Partizans 2:0-Sieg gegen Skënderbeu am vierten Spieltag war lediglich ihr dritter Erfolg in den letzten 14 Heimspielen in der Gruppenphase der UEFA Europa League (4 Unentschieden, 7 Niederlagen).

• Der Schweizer Vizemeister Young Boys hat keines der letzten sechs Europapokalspiele gewonnen (3 Unentschieden, 3 Niederlagen).

• Partizan, Meister und Pokalsieger in der vergangenen Saison, hat zum fünften Mal die Gruppenphase der UEFA Europa League in ihrer momentanen Form erreicht, allerdings kamen sie nie in die K.-o.-Runde. Seit sie 2004/05 die K.-o.-Runde des UEFA-Pokals erreichten, ist ihnen das bei sieben Teilnahmen an UEFA-Gruppenphasen nicht mehr gelungen.

• In den Play-offs zur UEFA Champions League kam das Aus gegen CSKA Moskva, sodass die Young Boys nun zum fünften Mal in der Gruppenphase der UEFA Europa League stehen. Bei den bisherigen vier Versuchen kamen sie zweimal in die nächste Runde - 2010/11 und 2014/15.

Verschiedenes
• Die Entfernung zwischen Bern und Belgrad beträgt gut 1 000 Kilometer.

• Partizans Everton Bilher spielte in der Schweiz in Lugano (2013-14) und in St. Gallen (2014-16).

• Partizans Nemanja Antonov ist ausgeliehen von einem anderen Schweizer Verein, von den Grasshoppers, wohin er 2015 wechselte.

• Miralem Sulejmani von den Young Boys begann seine Karriere bei Partizan, wo er im November 2005 nur einen kurzen Einsatz als Einwechselspieler hatte, ehe er von Heerenveen geholt wurde.

• Zoran Tošić, der am vierten Spieltag gegen Skënderbeu den Führungstreffer für Partizan erzielte, ist gesperrt.

• Bei der nächsten Gelben Karte für ein Spiel gesperrt: Ognjen Ožegović, Leandre Tawamba (Partizan); Christian Fassnacht (Young Boys).

Die Trainer
• Miroslav Djukić wurde im Juni 2017 zum zweiten Mal als Trainer von Partizan geholt, nachdem er dort schon 2007 angeheuert hatte. Der 48-fache jugoslawische Nationallibero spielte in Spanien bei Deportivo und Valencia. Dort verbrachte er auch einen Großteil des vergangenen Jahrzehnts als Trainer.

• Der österreichische Trainer Adi Hütter ist seit September 2015 bei den Young Boys. Der ehemalige Mittelfeldspieler verbrachte den Großteil seiner Karriere in Salzburg, wohin er als Trainer zurückkehrte, um den Klub 2014/15 zum Double aus Meisterschaft und Pokal zu führen. Zuvor war er in Altach und Grödig im Amt gewesen.