Austria demontiert Rijeka

Die Wiener schlugen HNK Rijeka mit 4:1. Dominik Prokop avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner und setzte den Grundstein für ein gewaltiges Aufzeigen des FAK.

Der FK Austria Wien sorgte am vierten Spieltag der Gruppe D für ein Debakel des HNK Rijeka. Die Wiener setzten sich gegen zehn Kroaten mit 4:1 durch und hielten so die Hoffnung auf den Aufstieg am Leben.

Vorerst spielten aber noch die Gastgeber auf. Bereits in der vierten Minute ließ ausgerechnet Ex-Austrianer Alexander Gorgon die Heimfans aufschreien. Sein Schuss mit dem Aussenrist vom 16er flatterte nur Zentimeter neben dem Pfosten des Austria-Tors vorbei.

Rijeka begann mit viel Esprit und hohem Tempo, hatte die Gäste aus Wien ein wenig in der eigenen Hälfte festgenagelt und ließ kaum Gegenwehr aufkommen. Die Violetten brauchten, um sich mit den Kroaten zurechtzufinden.

Die erste zählbare Torgelegenheit der Wiener hatte Felipe Pires in der 13. Minute, jedoch konnte Keeper Andrej Prskalo den Distanzschuss sicher parieren. Sechs Minuten später war es wieder Gorgon der für Aufregung sorgte. Nach einem Fehler von Thomas Salamon und Pass von Maxwell Acosty, sorgte der Mittelfeldspieler mit einem flachen Schuss für höchste Gefahr - Patrick Pentz rettete in letzter Sekunde.

Die beiden Chancen der Gastgeber waren es dann aber auch für längere Zeit. Beide Teams lieferten sich jetzt einen offenen Schlagabtausch mit weiterhin gutem Tempo. Die Partie wurde phasenweise ruppiger geführt und so kam über eine gewisse Zeit wenig vor den Toren zustande. Die Austria übernahm aber punktuell die Kontrolle über das Spiel.

In der 41. Minute fiel schließlich das erste Tor – für die Austria. Kevin Friesenbichler schickte Felipe Pires auf die Reise, der vom Flügel zu Dominik Prokop in die Mitte spielte. Der Youngster dribbelte sich an zwei Verteidigern vorbei in den 16er und schloss souverän zur Führung ab.

Nach dem Seitenwechsel spielte die Austria weiter groß auf. In der 49. Minute hätte Prokop beinahe auf 2:1 gestellt, diesmal war Prskalo aber nicht zu bezwingen. Den Treffer machten dann, wenn auch ein wenig überraschend, die Gastgeber. Nach genau einer Stunde sorgte Domagoj Pavičić für das 1:1. Nach einer Flanke und dem Doppelpass mit Gorgon traf der kroatische Mittelfeldspieler mit einem flachen Schuss ins lange Eck zum Ausgleich.

Die Wiener antworteten aber auf die Sekunde! Ein schneller Anstoß und praktisch die erste Gelegenheit führte zum 2:1 für die Austria. Petar Gluhakovic brachte eine Flanke zur Mitte, wo Prokop lauerte und nach schneller Annahme aus kurzer Distanz sein zweites Tor des Tages erzielte.

Irre Minuten, die aber noch weiter auf die Spitze getrieben wurden. Zuerst hatte Felipe Pires die Chance auf das 3:1. Der Austria-Flügelspieler enteilte beim Konter allen, scheiterte im 1:1 aber an Prskalo. Das nächste Ausrufezeichen, wenn auch im negativen Sinn, setzte Rijeka. Josip Mišić sah in der 72. Minute nach einem Schlag gegen Prokop glatt rot.

Die Gäste nutzten die Überzahl sofort aus und stellten durch den anschließenden Freistoß und unter unfreiwilliger Vorlage von Gorgon durch Tarkan Serbest, der per Kopf einnetzte, auf 3:1. Die Vorentscheidung war gefallen. Alles klar machte dann Christoph Monschein, der für Friesenbichler eingewechselt wurde, in Minute 83. Der Stürmer hielt beim perfekten Querpass von Raphael Holzhauser den Fuß hin und sorgte so für den 4:1-Endstand.