TSG geht die Kraft aus: "Das nervt"

Durch den Ausgleich in der Nachspielzeit fühlt sich das Remis in Istanbul für Hoffenheim wie eine Niederlage an. Die TSG kassiert nicht zum ersten Mal einen späten Gegentreffer - und ist genervt davon.

Julian Nagelsmann, Trainer Hoffenheim
Wir hatten deutlich mehr Räume als im Hinspiel, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte. In der ersten Halbzeit hatten wir wenige Situationen, die wir spielerisch hinten gut gelöst haben.

Die erste Viertelstunde nach der Pause hingegen war dann gut, da müssen wir ein zweites oder drittes Tor nachlegen. Wir hatten am Ende nicht mehr die Power, ansprechend zu verteidigen. Der Druck war zu groß. Am Ende geht der Punkt absolut in Ordnung – sehr verdient für Istanbul.

Die Situation hat sich für uns jedoch nicht großartig geändert. Wir brauchen sechs Punkte und müssen uns sputen, die zu holen.

Kevin Vogt geht es nicht so gut. Wir haben noch keine Diagnose, die müssen wir abwarten – das Geräusch war jedoch nicht so gut. Ich gehe erst einmal von etwas Schlechterem aus, als ich hoffe. Das Spiel war aber nicht überhart. Es gab anfangs ein, zwei unnötige Fouls, aber danach verlief die Partie auf einem normalen Niveau.

Florian Grillitsch, Torschütze Hoffenheim
Die erste Halbzeit war ausgeglichen, deshalb haben wir uns in der Kabine viel vorgenommen. Dann ist uns früh das 1:0 gelungen. Danach haben wir es verpasst, weiter Fußball zu spielen und das 2:0 zu machen. So wurde es am Ende sehr schwer.

Der späte Ausgleich ist sehr bitter und wir sind sehr enttäuscht. Dennoch - wir müssen nach vorne schauen. Wenn wir die beiden kommenden Spiele in der Europa League gewinnen, ist das Weiterkommen möglich.

Håvard Nordtveit, Verteidiger Hoffeneheim
Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir haben zu wenig Fußball gespielt und zu oft den langen Ball genutzt. Und das Ende ist natürlich sehr bitter. Wir standen über die gesamte Spielzeit gut und waren der Null hinten ganz nah.

Drei Punkte wären natürlich viel schöner gewesen. Aber wir haben noch die Chance aufs Weiterkommen. Ich bleibe positiv. Zunächst einmal können wir es am Sonntag in der Bundesliga besser machen.

Andrej Kramarić, Stürmer Hoffenheim
Ich weiß nicht, ob ich glücklich oder traurig bin. Eher traurig. Wir holen hier zwar einen Punkt, aber bekommen so spät das Gegentor. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Das nervt. Warum uns das passiert, kann ich nicht sagen.

Wir können noch weiterkommen, aber dafür müssen wir alles abrufen. Wir haben das nötige Potenzial, aber wir müssen es in beiden Spielen gegen Rasgrad und Braga abrufen.

Ich hoffe, dass es Kevin Vogt gut geht. Das ist extrem wichtig, weil er für uns als Team sehr wichtig ist.

Abdullah Avci, Trainer Başakşehir
Wir haben heute eine andere Strategie verfolgt als im Hinspiel. Hoffenheim wechselt fließend zwischen den Systemen und hat einen sehr jungen, starken Kader. Wir wollten mehr Druck durch das Zentrum aufbauen, wodurch die TSG viele lange Bälle spielen musste.

Es war wichtig, viel Ballbesitz zu haben, doch auch der Gegner hat in der ersten Halbzeit die Räume gut verteidigt. Vor dem 1:0 gab es meiner Meinung nach ein klares Foul, aber ich bin stolz auf die Moral meiner Mannschaft, danach weiter nach vorne zu spielen. Am Ende haben wir verdient einen Punkt geholt.