Salzburg bittet Marseille zum Tanz

Der Champions-League-Sieger 1992/93 reist als großer Favorit in die Mozartstadt. Doch der österreichische Meister strotzt vor Zuversicht.

Marco Rose: "Ich bin äußerst positiv gestimmt"
Marco Rose: "Ich bin äußerst positiv gestimmt" ©GEPA

Der FC Salzburg bekommt es am zweiten Spieltag der UEFA Europa League mit dem wahrscheinlich größten Brocken der Gruppe I zu tun. Olympique Marseille gastiert in Wals-Siezenheim und bringt sämtliche Stars mit.

"Es erwartet uns eine sehr schwierige Aufgabe, die wir mit allem, was wir haben, angehen werden. Sie haben etliche tolle Spieler in ihren Reihen, wie etwa Kapitän Dimitri Payet, der bei der letzten EURO einer der prägenden Spieler der französischen Nationalmannschaft war", wusste Salzburg-Trainer Marco Rose vor dem Spiel.

Auch sein Stürmer Munas Dabbur, der nach einigen Anlaufschwierigkeiten endlich so richtig in der Mozartstadt angekommen ist, zollte dem Gegner Respekt: "Wir wissen, dass ganz besonders auf diesem Level Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Das heißt, wir dürfen uns gegen Olympique Marseille keine Fehler in der Defensive erlauben und müssen versuchen, in der Offensiv jede Torchance zu nutzen."

Die Generalprobe für den österreichisch-französischen Schlager ist den Salzburgern nicht hundertprozentig geglückt. Gegen die Wiener Austria kam man am Wochenende nicht über ein 0:0 hinweg. Im ÖFB-Cup musste die Rose-Elf in der vergangenen Woche gegen den Drittligisten ASK-BSC Bruck/Leitha in die Verlängerung.

Dennoch ist der Trainer zuversichtlich: "Meine Mannschaft hat derzeit eine enorme Kraft über 90 Minuten hinweg und einen extremen Kampfgeist. Ich bin äußerst positiv gestimmt, denn wir haben einen starken Charakter."

Verzichten muss Rose auf die verletzten Marc Rzatkowski, Marin Pongracic, Takumi Minamino, Stefan Stangl und Reinhold Yabo. Christoph Leitgeb, Patrick Farkas und Hee-chan Hwang sind fraglich. Dennoch ist der Kader stark genug, um diese Ausfälle verkraften zu können.

Vor allem die Offensive kann es an guten Tagen mit fast allen Teams aufnehmen. Neben Dabbur kommt auch Fredrik Gulbrandsen immer besser in Fahrt. Die Youth-League-Sieger Amadou Haidara und Hannes Wolf hatten ohnehin keine Anlaufschwierigkeiten in der ersten Mannschaft – zumindest in der Bundesliga. Gegen Olympique Marseille haben die Burschen die Chance, sich auch auf großer internationaler Bühne zu beweisen.

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