Zufriedene Gesichter trotz Remis

Die Hertha-Akteure wussten nicht so recht, ob sie mit dem 0:0 gegen Bilbao zufrieden sein konnten, zu unterschiedlich waren die Halbzeiten. Aber insgesamt empfanden sie das Ergebnis als gerecht.

Pál Dárdai, Trainer Hertha BSC Berlin
Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass sie einfach mutiger sein sollen. Wir haben in den ersten 15 Minuten zu viel Respekt gezeigt, und wenn die geführt hätten, wäre das schwierig geworden. Aber das Schlüsselwort in den letzten zweieinhalb Jahren ist: der letzte Pass. Der muss ankommen, damit man Tore machen kann. Die Flanke ist nicht zum Stürmer gekommen, damit er den Ball Richtung Tor jagen kann.

Das ärgert mich. So viele Möglichkeiten, die 25.000 Zuschauer haben es sich verdient, wenn sie so spät nach Hause gehen. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gut gespielt und gut gekämpft. Mit diesen drei Punkten wären wir schon so gut wie durch gewesen. Wir können mit dem Punkt zufrieden sein.

Thomas Kraft, Torhüter Hertha
In der ersten Halbzeit haben wir uns erst einmal rangeschnuppert an Bilbao und den Wettbewerb. Und die haben es auch gut gemacht. Aber wir haben gemerkt, dass wir Ende der ersten Halbzeit immer besser reingefunden und es sehr gut gemacht haben. Am Ende ist es vielleicht etwas ärgerlich, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Der Trainer hat in der Pause gesagt, dass wir weiter dran bleiben, weiter aggressiv nach vorn spielen und unsere Chance nach vorn suchen sollen.

Ich war nicht nervös, aber es ist immer gut, wenn man nach kurzer Zeit eine gute Aktion hat, das macht das alles leichter. Wenn man solange nicht spielt, ist das ein anderes Niveau, aber meine Leistung war ganz in Ordnung. Ich bin zufrieden. Wenn ich gebraucht werde, werde ich helfen, dann bin ich da.

Mitchell Weiser, Mittelfeldspieler Hertha
Bilbao hatte drei gute Chancen in der ersten Halbzeit, relativ am Anfang, und da können wir uns bei Thomas bedanken, dass er die gehalten hat. Mitte der ersten Hälfte haben wir immer besser ins Spiel gefunden und in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht. Auch defensiv gut verteidigt, das ist nicht einfach gegen spanische Mannschaften, die sind sehr gut am Ball. Trotzdem schade, dass wir nicht gewonnen haben, weil wir gute Chancen hatten. Am Ende waren wir dem Tor näher als Bilbao. Es hat leider nicht geklappt, deshalb ist es am Ende auch gerecht.

Das war für uns alle das Ziel, auf das wir zweieinhalb Jahre hingearbeitet haben, wir wollten unbedingt in die Europa League kommen, heute gab es die erste Belohnung dafür. Wir wussten nicht wirklich, was uns erwartet. Und dafür haben wir das sehr gut gemacht. Das hat der Mannschaft gezeigt, wie gut wir sind, und ich hoffe, dass wir das in die nächsten Spiele mitnehmen können.