Austria gegen Milan ohne Chance

Die Wiener kamen gen den AC Milan mit 1:5 unter die Räder. André Silva machte mit einem Triplepack den Klassenunterschied deutlich. Alexandar Borković sorgte für den Ehrentreffer.

Für den FK Austria Wien setzte es zum Auftakt der UEFA Europa League in der Gruppe D eine ordentliche Watsche. Der AC Milan wieß die Veilchen vor 31.409 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 5:1 in die Schranken. Ein kurzes Ausrufezeichen der Elf von Thorsten Fink nach der Pause war zu wenig.

Bei Milan spielten sämtliche Stars. Vicenzo Montella machte damit schon vor dem Anpfiff klar, dass er das Spiel nicht auf die leichte Schulter nahm. Bei den Wienern lautete der Plan, dass sie sich nicht verstecken wollten.

Und alles, was sich die Austria vornahm, wurde gleich nach sieben Minuten über den Haufen geworfen. Hakan Çalhanoğlu, der bereits schon nach wenigen Sekunden anklopfte, setzte Abdul Kadiri Mohammed an der Mittellinie energisch unter Druck, eroberte den Ball und schloss nach einem Doppelpass präzise in die rechte Kreuzecke ab.

Die Wiener durften den Schock nicht verdauen, im Gegenteil. André Silva wurde auf die Reise geschickt, der Neuzugang vom FC Porto ließ sich nicht zwei Mal bitten und stellte eiskalt auf 2:0. Eigentlich wollte die Austria hoch attackieren und Druck auf die italienischen Innenvertediger ausüben. Dadurch ergab sich jedoch viel Raum für Milan – und der wurde geschickt genutzt. Auch beim dritten Tor. Nach dem selben Schema wie zuvor attackierten die Rossoneri, wieder zeigte André Silva keine Nerven, wieder schloss er trocken ab.

Offenbar fand Thorsten Fink in der Halbzeit die richtigen Worte für seine geprügelte Mannschaft, denn direkt nach Wiederanpfiff konnten die Wiener mit dem Anschlusstreffer ihre Wunden lecken – aber nur kurz. Alexandar Borkovic, der für den verletzten Heiko Westermann ins Spiel kam, wurde bei einem Eckball von Raphael Holzhauser sträflich vernachlässigt und stellte per Kopf auf 1:3.

Gerade als die Hoffnungen neu aufkeimten, wurden sie auch schon erstickt. André Silva tauchte zum dritten Mal vor Osman Hadžikić auf und traf zum dritten Mal locker ins Tor. Der alte Vorsprung war wiederhergestellt, 4:1. Wieder kam es noch dicker. Suso, der gerade erst eingewechselt wurde, nahm aus mehr als 20 Metern Maß, abgefälscht fand sein Schuss unhaltbar den Weg in die Maschen.