
Diese Spielzeit verläuft bisher nicht ganz nach den Wünschen des VfB Stuttgart, vor allem in der Bundesliga. Gut, dass man da zumindest in der UEFA Europa League Erfolgserlebnisse verzeichnen kann. Etwas holprig überstand man zwei Qualifikationsrunden und zog in die Gruppenphase ein, wo es zum Auftakt dann aber einen klaren 3:0-Erfolg zu Hause gegen den BSC Young Boys gab.
Trainer Christian Gross hat nun eine klare Aufforderung an seine Schützlinge, die in der Bundesliga wieder auf den letzten Tabellenplatz zurückgerutscht sind. "Wir müssen nach vorne schauen und die Bundesliga am Donnerstagabend aus den Köpfen bekommen, damit wir mental frei sind für die Europa League. Odense ist eine Aufgabe, die wir bewältigen müssen." Wenn sich der Schweizer da nur nicht täuscht. Zum ersten Mal treffen diese beiden Vereine aufeinander, doch die Dänen können trotz der 1:2-Niederlage zum Auftakt der Gruppenphase bei Getafe CF hoffnungsvoll in das Heimspiel gegen die Schwaben gehen: Einerseits gab es im Vorgängerwettbewerb UEFA-Pokal noch nie eine Niederlage gegen eine deutsche Mannschaft, andererseits musste man seit zehn Heimspielen (sechs Siege, vier Niederlagen) im Europapokal keine Niederlage mehr hinnehmen.
In der heimischen Superliga läuft es für Odense nicht wie erhofft, und so wurde Trainer Lars Olsen am 14. September durch Uffe Pedersen ersetzt. Noch unklar ist, ob er nur als Interimstrainer fungieren oder die Dauerlösung sein wird. Mit Pedersen in der Verantwortung gab es gleich einen Sieg, wie Gross beobachtete: "Sie haben am Montag beim 3:1-Sieg gegen Lyngby BK gut gespielt und Selbstvertrauen getankt. Natürlich werden sie versuchen, ihr Heimspiel zu gewinnen. Ich erwarte eine gut organisierte Mannschaft, die aggressiv auftreten wird. Vorne haben sie schnelle Stürmer, die dazu auch technisch gut sind. Hinten spielen sie sehr robust und haben viel Erfahrung."
Aber bei der gegenwärtigen Lage gilt für den Trainer, der in der Rückrunde 2009/10 alles richtig machte, vor allem die Konzentration auf die eigene Situation: "Wir müssen schnellstmöglich wieder in die Spur zurück finden. Das geht nur Step by Step, über kleine Erfolgserlebnisse. Die erreichen wir nur über gezielte, harte Arbeit. Wir befinden uns in einer misslichen Lage, die wir uns selber eingebrockt haben, aber wir dürfen jetzt trotzdem nicht am Boden zerstört sein." Für die Aufstellung kündigte der Schweizer bereits an, dass Cristian Molinaro und Stefano Celozzi anstelle von Arthur Boka und Christian Träsch auflaufen sollen und auch der in der Bundesliga gesperrte Mauro Camoranesi wieder erste Wahl sein wird.
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