Der FC Zürich gewann das erste Spiel in der Gruppenphase des UEFA-Pokals auswärts bei AC Sparta Praha mit 2:1. Miroslav Slepička (24.) brachte die Tschechen in Führung, Oumar Kondé (38.) und Alexandre Alphonse (62.) sicherten den Schweizern mit ihren Treffern den Sieg.
Heimtreffer für Sparta
Im Duell zwischen dem tschechischen Rekordmeister und dem Schweizer Champion übernahm das Heimteam die Initiative und kam nach einer Viertelstunde zur ersten großen Torchance – die es jedoch nicht zur Führung nutzen konnte. Als jedoch neun Minuten später Michal Kadlec sich auf dem Flügel gegen Florian Stahel durchsetze und mit einer präzisen Flanke Slepička bediente, fiel das 1:0 für die Tschechen (24.). Mit dem Oberschenkel hatte der Prager Stürmer den Ball in den Winkel abgelenkt. Ein fast schon historischer Treffer; war die Mannschaft von Michal Bilek doch in den letzten sieben Heimspielen im europäischen Wettbewerb torlos geblieben.
Effizientes Zürich
Der FC Zürich tauchte in der ersten Halbzeit kaum einmal gefährlich vor dem Tor der Tschechen auf. Doch die Mannschaft von Bernard Challandes erwies sich als äußerst effizient: Die erste nennenswerte Offensivaktion der Schweizer bedeutete das 1:1 durch Kondé (38.). Nach einem Freistoß von Alain Rochat war der Mittelfeldspieler am höchsten gestiegen und köpfte den Ball über den tschechischen Torhüter hinweg ins Gehäuse.
Sparta lässt sich auskontern
Im gleichen Stil ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Die zweite echte Tormöglichkeit der Gäste brachte den zweiten Treffer mit sich. Dabei ließ sich Sparta regelrecht auskontern – Alphonse hatte nach mustergültiger Vorarbeit Yassine Chikhaouis leichtes Spiel, den Ball zum 2:1 über die Linie zu schieben (62.).
Hasslis Platzverweis
Die Gastgeber aus Prag nahmen in der Folge etwas mehr Risiko und drückten auf den Ausgleich. Zum Gefährlichsten gehörte dabei noch ein Hinterhaltsschuss von Miroslav Matušovič, doch Leoni war auf dem Posten. Nach einer Roten Karte gegen den kurz zuvor eingewechselten Eric Hassli (79.) konnten die Tschechen die Schlussphase mit einem Mann mehr in Angriff nehmen. Trotzdem vermochten sie die Niederlage nicht mehr abzuwenden. In der nächsten Runde muss Sparta in Toulouse antreten, Zürich hat spielfrei.