Marcus Rashford – die Zukunft von Manchester United

Er ist erst 19 Jahre alt, doch Marcus Rashford ist bereits jetzt ein Star in den Reihen von Manchester United. Am Donnerstagabend war er der entscheidende Mann beim Weiterkommen in der UEFA Europa League gegen Anderlecht.

Marcus Rashford nach seinem Siegtreffer gegen Anderlecht
Marcus Rashford nach seinem Siegtreffer gegen Anderlecht ©Getty Images

Marcus Rashford spielt zwar erst seine zweite Profisaison für Manchester United, doch der Engländer ist mittlerweile mehr als nur ein Spieler mit einer guten Perspektive. "Marcus vertraue ich und es ist egal, ob er trifft oder nicht. Sein Arbeitsaufwand und seine Einstellung sind fantastisch", schwärmte Trainer José Mourinho nach dem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Anderlecht.

Vertrauen wird er Rashford, der Anfang April sein erstes Tor seit September 2016 erzielte, in den kommenden Wochen noch mehr, da sich Stürmerstar Zlatan Ibrahimović gegen die Belgier am Knie verletzt hat – noch dazu läuft dessen Vertrag zum Saisonende aus.

Bislang erzielte Rashford in 62 Spielen 18 Tore für United. Für einen gelernten Mittelstürmer ist das natürlich eine noch zu geringe Ausbeute. Allerdings, aufgrund von Ibrahimović, spielte Rashford bislang meist auf den Flügelpositionen, oder er wurde als Joker eingesetzt – und jung ist er natürlich auch noch.

Doch der in Manchester geborene Angreifer sieht das auch als Chance: "Auf den Außen zu spielen wird mir auf Dauer dabei helfen, mein Spiel in der Mitte auszubauen. Wenn ich die Chance bekomme, in der Mitte zu spielen, finde ich es jetzt einfacher."

Am Donnerstagabend blühte Rashford auf dem linken Flügel auf. Er war an nahezu jedem United-Angriff beteiligt. Er hatte selbst eine Vielzahl an Torchancen, spielte seine Wahnsinnsschnelligkeit geschickt aus, zeigte eine Bandbreite an Tricks und bewies bei seiner Vorlage zum 1:0 durch Henrikh Mkhitaryan auch eine gute Übersicht. Praktisch alles lief über links. Seine Leistung krönte er durch das Siegtor in der Verlängerung, welches Manchester das Weiterkommen ins Halbfinale der Europa League sicherte.

Diese Coolness und für sein Alter fortgeschrittene Reife sieht auch sein Trainer Mourinho als Vorteil, was bei so jungen Spielern eher unüblich ist: "Obwohl er ein junger Kerl ist, können andere zu ihm aufschauen. Wir haben großartige Beispiele von Kämpfern, von Leuten mit der richtigen Mentalität."

Rashford wirkte nach seinem ersten Tor in der diesjährigen Europa League sichtlich erleichtert. "Man muss einfach weitermachen und darauf hoffen, dass man eine nächste Chance bekommt. Wir haben es auf die harte Tour gemacht, aber das ist jetzt egal."

Manchester United gilt, trotz der schwankenden Leistungen in der Liga, als ein heißer Anwärter auf den Europa-League-Titel. Viel wird in den kommenden Spielen auch von Marcus Rashford abhängen, dem Youngster, der es zur Weltklasse bringen könnte – wenn er denn die Leistung vom Donnerstag konstant abrufen kann.

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