Was spricht jetzt noch für die Borussia?

Fiorentina-Trainer Paolo Sousa sprach von einem "großen Sieg", Dieter Hecking gab sich nach der 0:1-Pleite kämpferisch.

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Nach der 0:1-Niederlage gegen die Fiorentina vor eigenem Publikum sind die Chancen auf das Achtelfinale für Borussia Mönchengladbach nicht gerade rosig. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters über die Ausgangslage beider Teams.

Das spricht für Florenz

Die Grund-Konstellation
- Die Ausgangslage könnte besser nicht sein für die "Viola". Florenz hat Heimvorteil im Rückspiel, dazu im Hinspiel das so wichtige Auswärtstor im Borussia-Park erzielt. Heißt: Die Borussia muss im Stadio Artemio Franchi treffen, um weiterzukommen. Die perfekte Konstellation für Konter-Tore.  

Die Abgezocktheit
- Und diese kann man dem Team von Ex-Dortmund-Star Sousa in jedem Fall zutrauen. Zwar lieferte der italienische Tabellen-Achte in Mönchengladbach wahrlich keine Offensiv-Gala ab, in vielen Kleinigkeiten zeigte sich aber dennoch die "Abgezocktheit" des Teams aus Florenz, dass es immer wieder schaffte, die Borussia aus dem Schwung zu bringen. 

Der Wille
- Wohl auch, weil die UEFA Europa League eine ganz besondere Bedeutung im ACF-Team hat. Abwehr-Mann Davide Astori verriet nach dem Spiel: "Für jeden von uns ist die Europa League etwas ganz Besonderes für das wir auch weiter kämpfen werden. Wir möchten unbedingt weiterkommen." Fraglich, ob bei den Spielern auf der anderen Seite nicht doch die Liga einen höheren Stellenwert einnimmt.

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Das spricht für Mönchengladbach

Die technische Überlegenheit
- Auch wenn der VfL im Hinspiel ohne eigenes Tor blieb: Die Borussia verfügt über eine ganze Menge Offensiv-Kraft, die es im Rückspiel einzusetzen gilt. Trainer Hecking sprach von "sieben, acht Top-Chancen, die man sich gegen ein Team wie Florenz erst mal erspielen muss". Florenz wird mit Hazard und Co. sicher auch im Rückspiel wieder seine Probleme bekommen.

Die Wut im Bauch
- Die Niederlage im Hinspiel war nicht nur bitter für die Gladbacher - sie war aus Sicht der Spieler auch absolut unverdient. Ob Elfmeter-Entscheidungen, das eigene Pech bei Pfosten-Schüssen oder der "Sonntagsschuss, der das Spiel entschied" (Zitat Patrick Hermann), die Wut über das Ergebnis war den VfL-Profis deutlich anzumerken.

Das Schicksal
- Und wohl auch weil das Hinspiel-Ergebnis aus Sicht der "Fiorentina" wirklich etwas glücklich zustande kam, ist nun noch einiges drin. "Vielleicht sind in Florenz die Tore ein wenig größer", erklärte Hecking nach dem Spiel mit einem Schmunzeln. Heißt: Wenn Gladbach ein bisschen mehr Glück mit nach Florenz nimmt, wird es schon klappen mit dem Tor. Auszuschließen ist es nach diesem Hinspiel sicher nicht...

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