Yakin plant Basels nächsten Coup
Samstag, 29. März 2014
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National und international eilt der FC Basel seit Monaten von Erfolg zu Erfolg, Garant dafür ist der - anfangs durchaus kritisch beäugte - Trainer Murat Yakin.
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"Das Spiel zeigt doch, dass im Fußball alles möglich ist und dass man jede Sekunde an den Erfolg glauben muss. Glückwunsch und Kompliment an diese tolle Mannschaft", strahlte Murat Yakin, der Trainer des FC Basel 1893 nach dem 2:1-Sieg beim FC Salzburg und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale der UEFA Europa League.
Doch während der 39-jährige gebürtige Basler nach dem Coup in der Mozartstadt vor allem seine Spieler in den Vordergrund rückte, prasselte von allen Seiten großes Lob auf den "Taktikfuchs" herab, der schon letzte Saison mit dem FCB bis ins Halbfinale dieses Wettbewerbs vorgedrungen war. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb gar, Basel habe Salzburg "im Stile einer ausgekochten Desperado-Truppe aus der Europa League geboxt".
Bedenkt man zudem noch, dass Basel in der Meisterschaft Kurs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung genommen hat und im nationalen Pokal erneut im Finale steht, wird verständlich, warum Klubs wie SS Lazio, Hannover 96 oder Tottenham Hotspur FC zuletzt Interesse an einem Engagement Yakins gezeigt haben sollen.
Seit er im Oktober 2012 als Nachfolger des gefeuerten Heiko Vogel engagiert wurde, ging es mit dem sowieso schon erfolgreichen FC Basel noch weiter bergauf. Selbst in der diesjährigen UEFA Champions League überraschten die Schweizer mit zwei Erfolgen gegen Chelsea FC, auch wenn man am Ende als Gruppendritter den Sprung ins Achtelfinale knapp verpasste.
Dabei galt Yakin, der als Spieler fünf Meisterschaften mit dem FCB und dem Grasshopper-Club eingefahren und im Ausland unter anderem für den VfB Stuttgart, Fenerbahçe SK und den 1. FC Kaiserslautern gekickt hatte, bei seinem Amtsantritt in Basel als ziemlich unbeschriebenes Blatt im Trainergeschäft. Seine bis dato einzigen Erfolge waren der Erstliga-Aufstieg mit dem FC Thun und die Vizemeisterschaft mit Luzern.
"Im Fußball überrascht mich nichts mehr. Ich fühle mich sehr geehrt, dass die Wahl auf mich gefallen ist. Klar träumt man ein wenig davon. Das ist eine tolle Aufgabe, dass ich hier übernehmen kann", freute sich der ehemalige Schweizer Nationalspieler bei seiner Vorstellung in Basel und fügte an: "Ich weiß, welche Verantwortung ich in dieser Aufgabe trage. Ich spüre eine große Freude, dass ich hier arbeiten darf."
Anfangs noch für seinen wenig ansehnlichen "Ergebnisfußball" kritisiert, hat Yakin vor allem durch die internationalen Erfolge die Basel-Fans längst hinter sich gebracht. Doch auch sie wissen, dass ihr Coach nach Ablauf seinen Vertrages im Jahr 2015 nur schwer zu halten sein dürfte, lockt doch die große Fußballwelt.
Doch das ist derzeit noch kein Thema bei den Schweizern, Primärziel ist das Viertelfinale gegen Valencia CF, mit dem man noch eine Rechnung offen hat. In der Gruppenphase der UEFA Champions League 2002/03 wurde Basel von den Spaniern im Mestalla mit 2:6 abgewatscht, im St. Jakob-Park gab es ein 2:2. Yakin war damals in beiden Spielen Basels Kapitän.
"Es ist ein attraktiver Gegner, den wir ja bestens kennen in Basel", kommentierte er das Viertelfinallos. "Damals in der UEFA Champions League, in diesem Regenspiel haben wir hoch verloren. Aber es ist ein toller Gegner mit Tradition. Es wird sicherlich ein guter Vergleich."
Und einer, in den Basel als klarer Außenseiter geht, aber das muss nichts heißen, man frage nur Chelsea, den FC Zenit, Tottenham oder Salzburg.