
Erst wurde er zum besten Spieler in der Vereinsgeschichte von FC Viktoria Plzeň gewählt, dann wurde er zum ältesten Torschützen in der UEFA Europa League. Für Pavel Horváth spielt es anscheinend keine Rolle, dass die meisten Fußballer mit 37 Jahren längst im Ruhestand sind, er will auch 2013 wieder Vollgas geben.
"Er nutzt seine Erfahrung und bleibt in jeder Situation cool. So hilft er dem Team ungemein", erklärt Trainer Pavel Vrba die Rolle des Routiniers. "Seine Technik ist ausgezeichnet. Deshalb sticht er so heraus." Horváth selbst sieht sich eher von der Fortuna geküsst: "Ich habe viel Glück gehabt, dass ich nie ernsthaft verletzt war und mit einigen großartigen Spielern auflaufen durfte."
Horváth, der sich mit seinem Treffer beim 1:1 am fünften Spieltag bei A. Académica de Coimbra in die Geschichtsbücher schrieb und Plzeň in die nächste Runde schoss, hat großen Spaß, die Entwicklung des Vereins mitzuprägen. "Diese Saison ist großartig verlaufen. Wir sind ganz sicher kein großer Verein, aber wir wollen guten Fußball spielen und die Leute unterhalten." Dies klappt einwandfrei, denn nur acht Jahre nach dem Wiederaufstieg in die erste Liga schreibt der Klub jetzt Schlagzeilen in Europa.
Vielleicht macht Plzeň schon bald den nächsten Schritt, denn in der Runde der nächsten 32 wartet mit SSC Napoli ein Gegner, gegen den man eigentlich nichts zu verlieren hat. Und was erwartet Horváth während des weiteren Saisonverlaufs? "Das Finale natürlich, allerdings brauchen wir dafür ein wenig Glück."
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