Daxbachers Duell mit der Vergangenheit
Mittwoch, 28. September 2011
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UEFA.com hat sich mit Trainer Karl Daxbacher über das anstehende Duell seiner Wiener Austria mit Malmö FF unterhalten, aber auch über ein Duell zwischen beiden Teams, das schon 32 Jahre zurückliegt.
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"Um was geht es denn?", fragte Karl Daxbacher, der Trainer vom FK Austria Wien, gleich zu Beginn des Interviews mit UEFA.com. "Um Malmö FF, alte Bekannte von ihnen" - "Ah. Okay, alles klar." Am Klang dieser Worte des 48-Jährigen konnte man sofort heraushören, dass ein Nerv getroffen wurde. Kein Wunder, denn immerhin sind es Erinnerungen an eine der größten Niederlagen - aber auch Sternstunden - der Violetten. Nun steht ein Wiedersehen kurz bevor.
1979, im Semifinale des Pokals der europäischen Meistervereine, also dem Vorgänger der UEFA Champions League, scheiterte man mit einem 0:0 im Hin- und einer 0:1-Niederlage im Rückspiel an den Schweden. Mittendrin bei beiden Begegnungen war Daxbacher, damals klarerweise noch als Spieler.
"Im Vorfeld haben wir uns als Favoriten gesehen. Letztendlich hat Malmö mit einer guten Taktik und einer soliden Abwehr den Aufstieg geschafft. Wir waren so enttäuscht, wir hätten gegen Nottingham Forest FC im Finale spielen können", meinte Daxbacher, der mit seiner Mannschaft am Donnerstag abermals auf die Skandinavier trifft - dieses Mal aber in der Gruppenphase der UEFA Europa League.
"Gegen Malmö rechnen wir uns die größten Chancen aus. Beim FC Metalist Kharkiv wussten wir, dass sie mit den ganzen Südamerikanern sehr stark sind - und das haben wir auch im Spiel gegen uns gesehen. AZ Alkmaar hat auch in den letzten Partien überzeugt. Deshalb erscheint Malmö noch am ehesten in unserer Reichweite zu sein", so der Trainer zu dem kommenden Spiel. Punkte-Vorgaben gibt es bei der Austria aber keine. Unterschätzen will man den Gegner aber nicht, denn "immerhin sind sie schwedischer Meister".
Doppelt bitter war das Ausscheiden 1979 vor allem deswegen, weil man in der Vorsaison im Endspiel des Pokals der Pokalsieger am RSC Anderlecht scheiterte. Zweimal binnen zwölf Monaten war die Trophäe für die Austria zum Greifen nahe. Ein Szenario, das heute nicht mehr sonderlich realistisch erscheint. Die stärkste FAK-Elf - und vielleicht sogar die stärkste österreichische Klubmannschaft aller Zeiten hatte die große Chance auf einen historischen Triumph.
"Einige Spieler von uns haben im Vorfeld sehr selbstbewusst von sich gegeben, dass wir Malmö sowieso schlagen, weil wir die besseren Techniker hatten", blickte Daxbacher zurück. Zwei positive Sachen verbindet der Trainer aber dennoch mit den Spielen vor 32 Jahren. Eine seiner vier Töchter kam auf die Welt - und er ist auf eine wichtige Erkenntnis gestoßen: "Die Schweden haben mir bewusst gemacht, dass man mit guter Taktik sehr weit kommen kann." Eine Erkenntnis, die für den späteren Job als Trainer essentiell war.