Bakero will seinen Traum leben
Mittwoch, 23. Februar 2011
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José Maria Bakero und KKS Lech Poznań fahren mit einem 1:0-Vorsprung zum Rückspiel nach Braga, dabei bleibt der Trainer der Polen seinem Motto treu: "Nicht abheben, aber seine Träume auch nicht aufgeben."
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Vor acht Jahren stand letztmals eine polnische Mannschaft im Achtelfinale eines UEFA-Vereinswettbewerbs, doch nach dem 1:0-Hinspielsieg von KKS Lech Poznań gegen den SC Braga in der Runde der letzten 32 der UEFA Europa League stehen die Chancen gut, dass diese Durststrecke ein Ende findet. In der Gruppenphase hat Lech immerhin den zweimaligen Europapokalsieger Juventus und den FC Salzburg hinter sich gelassen. Trainer José Maria Bakero gibt zu, dass er mittlerweile sogar schon vom Finale träumt.
UEFA.com: Beim Hinspiel in Poznan herrschten winterliche Verhältnisse. In Portugal ist das Wetter ganz anders: Ist das ein großer Vorteil für Braga?
José Maria Bakero: Nun, Lech ist nicht nur eine Winter-Mannschaft. Wir können bei allen Bedingungen spielen. Ich möchte daran erinnern, dass wir gegen Manchester City auf einem nahezu perfekten Rasen mit 3:1 gewonnen haben. Braga will in die nächste Runde, aber das wollen wir auch. Wir haben den ersten Teil des Jobs in Poznan erledigt und hoffen, dass wir ihn jetzt in Braga zu Ende bringen können.
UEFA.com: Die 0:1-Heimniederlage gegen KSP Polonia Warszawa am Sonntag im Viertelfinale des polnischen Pokals war nicht gerade eine gelungene Generalprobe. Befürchten Sie, dass es Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein der Spieler hat?
Bakero: Nein, das denke ich nicht. Das Spiel in Braga wird ganz anders. Polonia stand sehr tief und hatte eigentlich keinen Torschuss. Sie hatten Glück und gewannen durch ein Eigentor von Manuel Arboleda. Man kann das nicht mit dem Spiel gegen Braga vergleichen, denn sie müssen als Heimmannschaft angreifen.
UEFA.com: Sie haben vor kurzem gesagt, dass Sie davon träumen, mit Lech das Finale der Europa League zu erreichen – ist das nur ein Traum oder ein realistisches Ziel?
Bakero: Mein Motto ist 'nicht abheben, aber seine Träume auch nicht aufgeben'. Ich konzentriere mich ganz auf Braga, denn ich weiß, dass es ein hartes Spiel werden wird, aber gleichzeitig träume ich auch. Er wäre fantastisch, das Finale zu erreichen und dort gegen eine spanische Mannschaft zu spielen. Unter meinem Vorgänger Jacek Zieliński und mir hat sich Lech bisher gut geschlagen und denkwürdige Siege gegen Spitzenteams wie Manchester City und Juventus gefeiert – wir können in diesem Wettbewerb etwas Großartiges erreichen.