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UEFA EURO 2020

Veröffentlicht: Freitag, 3. August 2012, 17.20MEZ
Das UEFA-Exekutivkomitee hat am 6. Dezember 2012 im schweizerischen Lausanne beschlossen, 2020 die "EURO für Europa" auszutragen - und nicht in einem oder zwei Gastgeberländern.
UEFA EURO 2020
Von den 54 UEFA-Mitgliedern haben sich 32 um die Austragung von Spielen bei der UEFA EURO 2020 beworben ©Getty Images
Veröffentlicht: Freitag, 3. August 2012, 17.20MEZ

UEFA EURO 2020

Das UEFA-Exekutivkomitee hat am 6. Dezember 2012 im schweizerischen Lausanne beschlossen, 2020 die "EURO für Europa" auszutragen - und nicht in einem oder zwei Gastgeberländern.

Die Austragung der UEFA EURO 2020 in ganz Europa verspricht, ein denkwürdiges Fußballfest überall auf dem Kontinent zu werden. So können auch manche Länder und Städte dieses Turnier austragen, denen es sonst nicht möglich sein würde.

Das UEFA-Exekutivkomitee hat am 6. Dezember 2012 im schweizerischen Lausanne beschlossen, 2020 die "EURO für Europa" auszutragen - und nicht in einem oder zwei Gastgeberländern. Mit dieser Entscheidung folgt das Komitee einem Vorschlag von UEFA-Präsident Michel Platini, den er zum Abschluss der UEFA EURO 2012 geäußert hatte. Zu dieser Entscheidung des Exekutivkomitees führten auch die positiven Reaktionen der nationalen Mitgliedsverbände auf den Vorschlag. In den vergangenen Monaten wurde die Idee in den Verbänden besprochen.

Am 25. Januar 2013 entschied das Exekutivkomitee, dass die Endrunde der UEFA EURO 2020 in 13 Städten in ganz Europa ausgetragen wird. Zugleich wurden die organisatorischen und sportlichen Grundsätze für die "EURO für Europa" festgelegt:

• Die Spiele werden auf 13 verschiedene Pakete verteilt, darunter drei Standardpakete mit je drei Gruppenspielen und einer Achtel- oder Viertelfinalbegegnung sowie ein Paket mit den Halbfinalspielen und dem Finale.
• Pro Land wird es nur einen Austragungsort geben, d.h. alle Spiele eines Pakets werden im selben Stadion stattfinden. Demnach werden auch beide Halbfinalbegegnungen und das Endspiel in ein- und demselben Stadion ausgetragen.
• Jeder Nationalverband kann maximal zwei Bewerbungen einreichen – eine für ein Standardpaket und eine für das Halbfinal- und Endspielpaket. Dabei kann ein Verband beide Bewerbungen mit derselben Stadt einreichen oder zwei verschiedene Städte vorschlagen.

Geplante Stadion-Neubauten sind im Bewerbungsverfahren zulässig, doch müssen die Bauarbeiten spätestens 2016 beginnen; andernfalls könnten die Spiele nachträglich an eine andere Stadt vergeben werden. Die erforderlichen Netto-Mindestkapazitäten lauten:

• 70 000 für Halbfinalspiele/Endspiel;
• 60 000 für Viertelfinalspiele;
• 50 000 für Achtelfinal- und Gruppenspiele;
• Es werden bis zu zwei Ausnahmen gewährt für Stadien mit einer Netto-Mindestkapazität von 30 000 Plätzen für Gruppen-/Achtelfinalspiele.

Alle Mannschaften bestreiten den Qualifikationswettbewerb, d.h. die Teams der 13 Austragungsländer sind nicht automatisch für die Endrunde qualifiziert. In allen sechs Endrundengruppen können maximal zwei Ausrichterverbände vertreten sein, und jeder qualifizierte Ausrichter darf in der Gruppenphase zwei Heimspiele bestreiten. In der K.-o.-Phase gibt es keine Heimspiel-Garantie mehr.

Die Endrundengruppen werden weiterhin auf der Grundlage eines Setzsystems ausgelost. Allerdings wird bei der Einteilung der Ausrichterteams in die Gruppen den Reisedistanzen so weit wie möglich Rechnung getragen (z.B. sollen die Flüge zwischen den Austragungsstädten wenn möglich nicht länger als zwei Stunden dauern, um mitreisenden Fans entgegenzukommen).

Das UEFA-Exekutivkomitee genehmigte folgenden Zeitrahmen für das Bewerbungsverfahren:

• 28. März 2013: Genehmigung der Bewerbungsanforderungen und des Bewerbungsreglements
• April 2013: Veröffentlichung der Bewerbungsanforderungen und Beginn des Bewerbungsverfahrens
• September 2013: Formelle Bestätigung der Bewerbung durch die Kandidaten
• April/Mai 2014: Einreichung der Bewerbungsunterlagen und Beginn der Evaluationsphase
September 2014: Wahl der Austragungsstädte durch das UEFA-Exekutivkomitee

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino sagte, dass mehrere Überlegungen zur Entscheidung des Exekutivkomitees geführt haben. "Lassen Sie mich erklären, dass es bei dieser Entscheidung nur um 2020 geht", betonte er. "2020 ist der 60. Geburtstag der Fußball-Europameisterschaft. Natürlich ist die Tatsache, dass 24 statt 16 Mannschaften bei [der Endrunde] der EURO auflaufen, eine zusätzliche Bürde für die Nationen, die solch eine Veranstaltung organisieren. Es wird viel schwieriger für viele Länder, die Anforderungen werden größer und größer."

"Eine Gelegenheit wie diese, vielen Städten und vielen Ländern die Möglichkeit zu bieten, zumindest einen Teil der EURO auszurichten, ist sicherlich eine hervorragende Sache, vor allem in Zeiten, in der man eine wirtschaftliche Situation hat, wo man nicht erwarten kann, dass Länder auf diese Weise in Einrichtungen investieren, die solch eine Veranstaltung erfordert. Sicherlich ist eine Absicht dieser Entscheidung, Ländern, die sich vielleicht nicht sicher sind, ein Nationalstadion zu errichten, den Anstoß zu geben, solch ein Stadion zu bauen. Anstatt eine Party in einem Land abzuhalten, werden wir im Sommer 2020 eine Party in ganz Europa erleben."

Beim XXXVII. Ordentlichen UEFA-Kongress im Mai 2013 in London drückte UEFA-Präsident Michel Platini, der Initiator dieser Idee, seine große Vorfreude auf die UEFA EURO 2020 aus. "Noch nie wird die EURO ihrem Namen besser gerecht geworden sein als 2020", sagte er. "Sie wird kontinental und hochgradig europäisch entschieden. Es wird eine EURO der Einheit und geteilten Erfahrungen. Natürlich wird es auch eine neue Herausforderung - eine Herausforderung von einer ganz neuen Art … [und mit] einer Sprache: Fußball."

Letzte Aktualisierung: 11.10.13 12.14MEZ

http://de.uefa.com/uefaeuro/finals/news/newsid=1844973.html#uefa+euro+2020

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