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Sifakis glaubt an erneutes Wunder

Veröffentlicht: Donnerstag, 21. Juni 2012, 15.54MEZ
Griechenland ist zwar am Freitag gegen Deutschland Außenseiter im Viertelfinale, aber Torhüter Michalis Sifakis denkt, dass "Hartnäckigkeit und Talent" reichen könnten, um die nächste Runde zu erreichen.
von Vassiliki Papantonopoulou
aus Legionowo

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Veröffentlicht: Donnerstag, 21. Juni 2012, 15.54MEZ

Sifakis glaubt an erneutes Wunder

Griechenland ist zwar am Freitag gegen Deutschland Außenseiter im Viertelfinale, aber Torhüter Michalis Sifakis denkt, dass "Hartnäckigkeit und Talent" reichen könnten, um die nächste Runde zu erreichen.

Nur wenige mögen ihnen zutrauen, Deutschland schlagen zu können, aber Griechenland ist in den vergangenen Jahren dafür bekannt geworden, Wunder zu vollbringen. Und für Torhüter Michalis Sifakis ist ein Weiterkommen kein Ding der Unmöglichkeit.

Dass die Griechen das Viertelfinale erreicht haben, grenzt eigentlich schon an ein Wunder, ist aber auch der Tatsache zu verdanken, dass es das Team von Fernando Santos verstanden hat, im letzten Gruppenspiel Russland mit 1:0 zu schlagen. Angefangen hatte alles mit einem 1:1 gegen Gastgeber Polen, obwohl sie lange mit nur zehn Mann auskommen mussten. Im zweiten Spiel mussten sie sich der Tschechischen Republik geschlagen geben, sodass nicht viel für eine Qualifikation sprach.

"Ich denke, dass wir Griechen ein Merkmal haben, das man bei keinem anderen Volk findet", sagte Sifakis, für den das Turnier begann, als er gegen die Tschechen nach 22 Minuten den verletzten Kostas Chalkias ersetzte. "Wir sind so hartnäckig und erpicht darauf zu gewinnen, dass das alle Art von Vorbereitung, Einrichtungen, Infrastrukturen oder was auch immer die anderen Länder haben, in den Schatten stellt. Und das ist etwas, was sich auch auf dem Platz zeigt."

Das Erreichen des Viertelfinals erinnert an die einzigartige UEFA EURO 2004, als die Galanolefki mit dem Gewinn des Titels die Fußballwelt sprachlos machte. In den letzten acht Jahren fehlte es zwar weitgehend an großen Erfolgen, aber Sifakis sieht Ähnlichkeiten zwischen dem heutigen Kader und den illustren Vorgängern, vor allem, wenn er an den Mannschaftsgeist denkt.

"Das ist das Geheimnis hinter den großen Erfolgen der Mannschaft“, sagte er. " Wenn wir an 2004 zurückdenken, werden wir uns mit Sicherheit an keinen einzigen Spieler erinnern, der außerhalb der anderen 22 stand. Alle Spieler, die dabei waren, haben bis zum Umfallen gekämpft und deshalb haben wir es geschafft, die EURO zu gewinnen.“

Ein Spieler, der schon damals dabei war, ist Giorgos Karagounis, dessen Tor gegen die Russen erst die Tür zum Viertelfinale öffnete. Er ist zwar am Freitag in Gdansk gegen Deutschland gesperrt, was ein Schlag ist für die Mannschaft, aber Sifakis sieht dennoch keinen Grund, Joachim Löw und seine Truppe zu fürchten.

"Sie haben eine sehr starke Mannschaft, das ist richtig", sagte er. "Sie sind der große Favorit. Aber wie ich bereits gesagt habe, wir Griechen haben ein Merkmal, das andere Teams nicht haben. Wir sind hartnäckig und haben Talent. Leider haben wir nicht die Infrastruktur wie es sie zum Beispiel in Deutschland gibt, aber ich denke, dass uns unsere Hartnäckigkeit dabei helfen wird, alle Hindernisse zu überstehen.“

"Sie sind der Favorit, aber das war Russland auch. Wir kennen unser Potenzial, wir wissen, was wir tun müssen und was nicht. Deswegen belastet uns die Tatsache nicht, dass wir gegen ein starkes Team spielen, das gegen uns Favorit ist. Der Druck liegt bei ihnen, nicht bei uns. "

Dass der Torhüter von Aris Thessaloniki FC überhaupt bei dieser EM dabei ist, ist keine Selbstverständlichkeit, denn zwischen September und März fehlte er wegen einer Knieverletzung. Trotzdem verlor er sein Ziel nie aus den Augen. "Die erste Sache, an die ich gedacht haben, als ich ins Krankenhaus zur Untersuchung gefahren bin war, bis wann ich mich wieder erholen würde“, sagte er.

"Ich habe es letztendlich früher geschafft, als zunächst vorausgesagt. Mitte bis Ende Januar habe ich bereits wieder begonnen, mit der Mannschaft zu trainieren. Ich habe daran geglaubt, dass ich hier sein würde. Ich wollte das unbedingt und bin froh, dass ich es letztendlich auch geschafft habe. Diese sechs bis sieben Monate waren eine sehr schwere Zeit für mich. Es ist hart, so lange weg zu sein."

Diese Verletzung kostete ihn den Stammplatz in der Nationalmannschaft, den er zurück hatte, als sich Chalkias gegen die Tschechische Republik Mitte der ersten Halbzeit verletzte. "Es war schwierig für mich, in der 23. Minute reingekommen, zu dem Zeitpunkt lagen wir schon mit 0:2 zurück. Unser Chancen, das Spiel noch zu gewinnen waren sehr gering", sagte er.

"Wir haben uns eigenartig gefühlt. Besonders ich, nachdem ich in einem so wichtigen Spiel von der Bank gekommen bin. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden, dass wir das Viertelfinale noch erreicht haben. Wir heben nie eine Leistung eines bestimmten Spielers besonders heraus. Jeder von uns hat auf dem Feld eine bestimmte Aufgabe und jeder versucht, sein Bestes zu geben, sodass wir am Ende gewinnen können.“ Mit dieser Einstellung ist möglicherweise auch am Freitag etwas drin. Deutschland sollte gewarnt sein.

 
Letzte Aktualisierung: 26.10.12 15.29MEZ

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