Schweden findet seine Form zu spät
Mittwoch, 20. Juni 2012
Artikel-Zusammenfassung
Fünf Gegentore in den ersten beiden Spielen bedeuteten für Schweden bereits vor dem letzten Gruppenspiel das Aus. Mit einem Sieg über Frankreich verabschiedeten sie sich jedoch würdig aus dem Turnier.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Schweden konnte seine Hoffnungen bei der EURO bereist nach zwei Spielen begraben und beendete die Gruppe D auf dem letzten Platz. Bleibenden Eindruck haben jedoch nicht die knappen Niederlagen gegen die Ukraine und England, sondern der überzeugende 2:0-Erfolg über Frankreich hinterlassen. Dieser Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.
Er hinterlässt zudem einen süßeren Nachgeschmack als vier Jahre zuvor. Damals hatte Schweden noch die Chance auf das Viertelfinale, verlor jedoch gegen Russland. Gegen Frankreich war nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern auch die Art und Weise, wie es erzielt wurde – mit Ballbesitz und offensiver Spielweise. Das ist Erik Hamréns Vision für die Zukunft.
Zusammenfassung
Hamrén hat eine umfangreiche Fußballphilosophie und sagte, er würde Spiele lieber mit 3:2 als mit 1:0 gewinnen. Aber auch er gestand ein, dass fünf Gegentore in den ersten beiden Spielen zu viel waren.
Höhepunkt
Hut ab vor der Einstellung des Teams, nachdem sie ausgeschieden waren. Als Hamrén den Spielern einen freien Tag anbot, erschienen alle zum Training. Im letzten Spiel fegten sie eine starke französische Elf vom Platz.
Schlüsselspieler
Natürlich Zlatan Ibrahimović. Er erzielte zwei Treffer und sein akrobatischer Seitfallzieher gegen Frankreich ist ein Kandidat für das Tor des Turniers. Mit ein wenig Glück hätte er noch öfter treffen können. Man hat das Gefühl, dass er sein Team noch zu größeren Erfolgen in der Zukunft führen kann.
Schlusswort
"Wenn du keine Fehler machst, lernst du nichts. Wir haben Fehler gemacht, jetzt werden wir daraus lernen und noch stärker zurückkommen."
Zlatan Ibrahimović nach der Niederlage gegen England und vor dem 2:0-Sieg über Frankreich.