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2008 war Polen EURO-Neuling, in diesem Sommer aber sind sie Mitgastgeber. Und sie haben sich viel vorgenommen, sagt Trainer Franciszek Smuda, der darauf hofft, dass erstmals in der Geschichte der polnischen Nationalmannschaft die K.-o.-Phase erreicht wird.
Smuda sprach davon, dass "ein Traum" wahr wurde, als er im Oktober 2009 zum Nationaltrainer befördert wurde, doch die Situation, die er vorfand, war alles andere als ideal. Polen hatte die Qualifikation zur FIFA-WM 2010 gerade als Tabellenvorletzter beendet und es war klar, dass es bis zum Sommer 2012 kein weiteres Pflichtspiel geben würde. 18 Monate später sah die Sache schon ganz anders aus. Von zwölf Freundschaftsspielen verlor Polen nur zwei, und gegen Deutschland und Portugal wurde je ein Unentschieden erreicht, gegen Argentinien sogar ein Sieg.
Wie hat Smuda das geschafft? "Es gibt eine kleine Krise, was die Talente anbelangt, oder große Fußballer und Individualisten. Es ist nicht mehr so wie in den 70er-, 80er- oder 90er-Jahren“, sagte der 63-jährige Taktiker.
"Wir haben wir eine junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter zwischen 23 und 24 Jahre auf die Beine gestellt“, sagte Smuda. "Dennoch haben wir eine Mannschaft gefunden, die zu hundert Prozent ihre Möglichkeiten ausschöpft. Zunächst war es notwendig die Stammelf zu finden, und dann 25 oder 26 Spieler."
"Wir haben eine gute Entscheidung getroffen haben, indem wir so aufgetreten sind, als würden wir Pflichtspiele bestreiten“, sagte Smuda. "Den Fortschritt haben wir besonders im taktischen Bereich gemacht. Wir kassieren nicht mehr so viele Tore wie zu der Zeit, als ich angefangen habe. Wir haben uns enorm verbessert."
Smudas Vorgehensweise hat für eine ausgezeichnete Atmosphäre im Kader gesorgt. So ist Star-Stürmer Robert Lewandowski von Borussia Dortmund begeistert. "Smuda hat von Grund auf eine Mannschaft aufgebaut. Und es brauchte seine Zeit, ehe sie sich so präsentierte wie sie es sollte. Und zweifellos gab es zeitweise Druck. Aber wir sind damit gut umgegangen und bewegen uns in die richtige Richtung.“
Wenn Sie das komplette Interview mit Franciszek Smuda und Robert Lewandowski hören wollen, sehen Sie sich das Video an.
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