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Chance des Lebens für Vassiljev und Estland

"So eine Chance werden wir vielleicht nie wieder bekommen", sagte Estlands Torjäger Konstantin Vassiljev vor den Play-off-Spielen gegen die Republik Irland im Gespräch mit UEFA.com.

Konstantin Vassiljev (Mitte) jubelt über ein Tor gegen Nordirland in Belfast
Konstantin Vassiljev (Mitte) jubelt über ein Tor gegen Nordirland in Belfast ©Getty Images

Estland hat mit dem zweiten Platz in der Qualifikationsgruppe C der UEFA EURO 2012 die kühnsten Erwartungen bereits übertroffen, doch ihr Torjäger Konstantin Vassiljev ist fest entschlossen, jetzt auch den letzten Schritt zu machen.

Zwischen der Truppe von Tarmo Rüütli und der Endrunde im nächsten Sommer liegen nur noch die beiden Play-off-Spiele gegen die Republik Irland am 11. und 15. November. "Gleich nach der Auslosung habe ich mit meinen Teamkollegen telefoniert", sagte der 27-jährige Vassiljev gegenüber UEFA.com. "Das Wichtigste ist, dass wir vor diesen Spielen nicht verkrampfen, denn die Anspannung wird von Tag zu Tag größer. Wir alle wissen, dass wir so eine Chance vielleicht nie wieder bekommen werden."

Die Nation vom Baltikum hat in der Qualifikation Serbien und Slowenien hinter sich gelassen und als erste Mannschaft die Play-offs erreicht, die zuvor gegen die Färöer Inseln verloren hat. Letztendlich haben die beiden Siege gegen Nordirland schließlich für den zweiten Platz genügt, weil Serbien am letzten Spieltag in Slowenien unterlag.

"Wir haben erst nach dem Sieg in Nordirland angefangen zu träumen", sagte Vassiljev, der beim 2:1-Erfolg in Belfast beide Tore machte. "Das Glück war auf unserer Seite. Nach der Niederlage gegen die Färöer Inseln war unser ganzer Optimismus schon fast verflogen. Ich muss den Fans danken, sie haben uns in guten wie in schlechten Zeiten unterstützt. Sie verdienen es, dort zu sein, wo wir jetzt sind."

Vassiljev hatte selbst maßgeblichen Anteil am Erreichen der Play-offs, immerhin erzielte der Mann vom FC Amkar Perm im Verlauf der Qualifikation fünf Tore. "Ich weiß, dass meine Teamkollegen total hinter mir stehen, aber ich denke, dass sie manchmal etwas zu viel von mir erwarten", meinte er. "Ich bin nicht besser als alle anderen Spieler in unserem Kader."

Und dieser Kader hat Estland mächtig stolz gemacht, schließlich hat das Land eine Qualifikation noch nie besser als auf Rang vier abgeschlossen. "Wir werden von Jahr zu Jahr besser", so Vassiljev. "Die Spieler sind jetzt auch bei besseren Vereinen. Ein weiterer entscheidender Faktor für unseren Erfolg ist unser Trainer. Tarmo Rüütli holt das Maximum aus jedem Spieler heraus."