Defoe glänzt trotz Verletzung
Samstag, 4. September 2010
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Jermain Defoe, der eine anstehende Leistenoperation für Englands Spiel gegen Bulgarien verschoben hatte, zeigte sich nach seinem Dreierpack beim 4:0 zufrieden mit der Entscheidung.
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Ein Dreierpack von Jermain Defoe und drei Punkte standen nach der Partie gegen Bulgarien für England in der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 zu Buche. Nach diesem gelungenen Auftakt war Defoe sehr glücklich darüber, dass er die anstehende Leistenoperation verschoben hatte und stattdessen im englischen Sturm auflief.
Doch von einer Verletzung war nichts zu sehen, als er mit seiner bestechenden Technik bereits zwei Minuten nach Anpfiff die englische Mannschaft mit 1:0 in Führung brachte. Es sollten noch zwei Treffer in der zweiten Halbzeit folgen, die den sehr abgeklärten Sieg der Engländer zum Auftakt der Gruppe G untermauerten.
Defoe wurde dank seiner drei Treffer auch der erste Spieler, dem ein Dreierpack im neuen Wembley-Stadion gelang. Als ihm UEFA.com die Neuigkeit mitteilte, antwortete er freudig: "Das wusste ich nicht. Wirklich? Das ist phantastisch." Damit wurde die Entscheidung, das Skalpell so früh in der Saison zu meiden, noch etwas bestärkt, auch wenn die Verletzung seine Leistungen bei Tottenham Hotspur FC zuletzt doch etwas schmälerten.
"Ich bin froh, dass ich mich nicht jetzt habe operieren lassen", sagte er. "Es war alles etwas entzündet, aber ich habe viele Stabilisierungsübungen gemacht. Heute Abend war es schon viel besser, ich habe keine Schmerzen verspürt. Wir haben heute wirklich eine tolle Leistung abgeliefert. Wir haben den Ball gut laufen lassen, das Tempo hat gestimmt. Aber was viel wichtiger ist, wir haben uns viele Chancen erspielt."
Aber Defoe ist nicht nur auf sich stolz, sondern auch auf seinen Sturmpartner Wayne Rooney, der an allen vier Toren des Abends beteiligt war. Neben Defoe durfte sich nämlich auch der eingewechselte Adam Johnson zehn Minuten vor Ende der Partie mit seinem ersten Länderspieltreffer zum 3:0 in die Torschützenliste eintragen. "Wayne ist ein herausragender Spieler", lobte Defoe. "Heute agierte er hinter mir, was ihm ermöglicht, den Ball im Mittelfeld zu bekommen und so Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Er war einfach phantastisch heute Abend."
Im Gegensatz zur englischen Freude ist bei den Bulgaren Wunden lecken angesagt. Nach der Partie mussten sie sich eingestehen, dass sie in der zweiten Halbzeit beim Stande von 0:1 einige vielversprechende Chancen hatten liegen lassen. "Wäre das 1:1 gefallen, dann wäre die Partie anders gelaufen", kommentierte Stürmer Valeri Bojinov den Spielverlauf. "Aber uns ist einfach kein Tor gelungen, England traf vier Mal. Das ist hart, aber so ist der Fußball eben."
Trotzdem bleibt Bojinov zuversichtlich und glaubt daran, dass sich Bulgarien am kommenden Dienstag in Sofia gegen Montenegro von einer anderen Seite zeigen wird. "Wir sind bereit - Bulgarien hat den Anspruch immer gegen Montenegro zu gewinnen", gab er sich kämpferisch.