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Houllier antwortet auf Twitter-Fragen

Gérard Houllier, ehemaliger Trainer der französischen Nationalmannschaft, antwortet auf die Fragen der Fans und erklärt, wieso er sich auf die Neuauflage Spanien gegen Italien freut.

Gérard Houllier spricht mit UEFA.com
Gérard Houllier spricht mit UEFA.com ©UEFA.com

Gérard Houllier, der ehemalige Trainer der französischen Nationalmannschaft, nahm sich die Zeit, um unzählige Fragen zu beantworten, die die User von UEFA.com auf Twitter unter #Ask geschickt hatten. Houllier erklärt, wieso er sich so auf das bevorstehende Finale am Sonntag freut, bezieht Stellung zur Diskussion um Spaniens Spielstil und blickt zurück auf den wohl schönsten Moment in seiner Trainerlaufbahn.

@PhilCrawford89: Ihrer Meinung nach, welches war bisher das beste Spiel der UEFA EURO 2012?

Gérard Houllier: Das erste Aufeinandertreffen zwischen Italien und Spanien. Ebenfalls gefiel mir die Partie zwischen Russland und der Tschechischen Republik, welches nicht so einseitig war, wie das 4:1-Endergebnis vermuten lässt. Beide Mannschaften zeigten hohe Einsatzbereitschaft und gaben insgesamt 37 Schüsse ab, was ein phänomenaler Wert ist. Es war ein spektakuläres Spiel. Von der technischen Qualität her war das Spiel Spanien gegen Italien sogar noch besser.

@zefa22: Glauben Sie, dass Spaniens Dominanz zum Teil langweilig ist?

Houllier: Nein, glaube ich nicht. Sie haben es jetzt schwerer, denn die Gegner haben sich auf sie eingestellt und finden bessere Möglichkeiten, sie auszukontern. Gegen Portugal habe ich bemerkt, dass sie immer wieder einen Weg aus schwierigen Situationen finden. Die Teamstärke der Spanier ist einfach beeindruckend. Der mangelnde Abschluss ist bisher der einzige Kritikpunkt. Sie haben die Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen, obwohl sie meist mehr Ballbesitz hatten. Es fehlt noch das letzte Quäntchen Genauigkeit in den Abschlüssen.

@jackpaulbrosnan: Was war Ihr schönster Moment als Trainer?

Houllier: Wahrscheinlich als wir [Liverpool] unseren dritten Pokal gewinnen konnten; es muss der UEFA-Pokal in Dortmund gewesen sein. Wir hatten den FA Cup vier Tage vor dem UEFA-Pokal gewonnen und haben deshalb nicht gefeiert. Wir wollten in der bestmöglichen Verfassung zum UEFA-Pokal-Finale antreten und konnten dadurch das Tripel feiern.

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