Frankreich wird Gastgeber der UEFA EURO 2016 sein, der ersten UEFA-Europameisterschaft, an der 24 Mannschaften teilnehmen werden.
Diese Entscheidung wurde am Freitag, den 28. Mai 2010, von UEFA-Präsident Michel Platini im Espace Hippomène in Genf bekanntgegeben. Das UEFA-Exekutivkomitee kam bei einer Abstimmung zu diesem Schluss, nachdem man die drei Bewerbungen von Frankreich, Italien und der Türkei gründlich analysiert hatte. Bei der Abstimmung wurden 13 Stimmen abgegeben, Frankreich gewann mit der Mehrheit von einer Stimme.
Die Bewerbung des Französischen Fußballverbands beinhaltet zwölf Stadien, von denen sieben renoviert und vier komplett neu gebaut werden. Es handelt sich dabei um Arenen in elf Städten: Bordeaux, Lens, Lille, Lyon, Nancy, Nice, Marseille, Paris (Stade de France und Parc des Princes), Saint-Etienne, Strasbourg und Toulouse.
Frankreich hat bereits zwei Mal eine FIFA-Weltmeisterschaft ausgerichtet (1938 und 1998) und vor zwölf Jahren das Turnier vor eigenem Publikum auch gewonnen. Ebenso waren sie siegreich, als man die EM 1984 im eigenen Land hatte. Les Bleus feierten in der Niederlande und Belgien im Jahre 2000 einen weiteren EM-Titel, allerdings mussten sie sich im WM-Endspiel 2006 gegen Italien geschlagen geben.
Die Endrunde der UEFA EURO 2016 wird die erste sein, an der 24 Mannschaften teilnehmen, diese Entscheidung wurde im September 2008 vom UEFA-Exekutivkomitee getroffen. In dieser Sektion hier wird über die verschiedenen Aktivitäten und Entwicklungen zur UEFA EURO 2016 berichtet.
| Zeitplan der Bewerbung für die UEFA EURO 2016 | | Datum | Veranstaltung | 15. Februar
| Präsentation der Bewerbungen der Kandidaten (Frankreich, Italien, Türkei) | Ab dem 19. März
| Die UEFA schickte eine Liste offener Punkte an die Bewerber | | Anfang April | Technische Workshops in den Bewerber-Ländern und offizielle Besuche der UEFA, um die politische Unterstützung einzuschätzen | | Bis zum 29. April | Bewerber erhielten einen Bericht zu ihren eingegangenen Anträgen | 6. Mai
| Bewerber trafen Vertreter der Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe und der UEFA | 14. Mai
| Endgültige Abschlussberichte wurden an die Bewerber, das UEFA-Exekutivkomitee und Vertreter der Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe verschickt; Bericht wurde auf UEFA.com veröffentlicht | 26. Mai
| Die UEFA-Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe trifft sich, um dem UEFA-Exekutivkomitee letzte technische Vorschläge zu machen | 27. Mai
| Delegierte der Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe präsentieren dem UEFA-Exekutivkomitee entscheidende Punkte der Bewerbungen und technische Einschätzungen | | 28. Mai, 10.00 Uhr MEZ | Abschließende Präsentation der drei Bewerber. Dazu hatte jeder Bewerber 30 Minuten Zeit. Das Los hatte entschieden, dass zuerst die Türkei zu Wort kam, danach Italien und schließlich Frankreich | 28. Mai, 12.00 Uhr MEZ
| Das UEFA-Exekutivkomitee traf sich, um zu beraten und abzustimmen. Gemäß den Regularien nahmen UEFA-Präsident Michel Platini (Frankreich), Şenes Erzik, erster Vizepräsident des UEFA-Exekutivkomitees (Türkei) und UEFA-Exekutivkomitee-Mitglied Giancarlo Abete (Italien) nicht an den Diskussionen teil, sie hatten kein Stimmrecht | | 28. Mai, 13.00 Uhr MEZ | Nachdem Italien der ersten Abstimmungsrunde ausgeschieden war, wurde Frankreich mit 7:6 Stimmen gegenüber der Türkei in Genf zum Ausrichter gekürt.
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