England stolz, weil der Fußball wieder heimkehrt

England-Trainer Roy Hodgson und Verbandspräsident Greg Dyke freuen sich, dass 2020 in Londons "wundervollem" Wembley-Stadion die Halbfinals und das Endspiel ausgetragen werden.

Die UEFA EURO 2020 wird nicht nur eine "EURO für Europa", sondern bietet dem Fußball auch die Gelegenheit, mal wieder zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Schließlich hatte das UEFA-Exekutivkomitee am Freitag in Genf einstimmig entschieden, beide Halbfinals sowie das Endspiel der UEFA-Europameisterschaft in sechs Jahren an London zu vergeben.

Der Englische Fußballverband (FA) ist damit Gastgeber des finalen Höhepunkts eines Turniers, das mit 24 Teams in 13 europäischen Metropolen ausgetragen wird. Der englische Nationaltrainer Roy Hodgson versprach "unglaubliche Begeisterung und Leidenschaft" seiner Landsleute sowie ein "wundervolles Stadion" in Wembley, dem scheinbar idealen Schauplatz der drei letzten Spiele dieses Turniers.

Dank der Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees darf England zum dritten Mal nach der FIFA-WM 1966 und der EURO '96 eine große Endrunde ausrichten. FA-Präsident Greg Dyke freut sich schon darauf, wenn sein Land erneut zum Epizentrum der internationalen Fußballszene wird. "Wir haben seit mehreren Jahren keine Endrunde mehr veranstaltet, mittlerweile sind es mehr als 20 Jahre, aber jetzt haben wir mit dem Wembley-Stadion ein großartiges Stadion. Ich bin mir sicher, dass es ein Riesenerfolg wird - selbst wenn wir nicht dabei sein sollten, aber ich hoffe natürlich, dass wir es packen."

Hodgson sah es im Gespräch mit UEFA.com ähnlich: "Wir können definitiv versprechen, dass unsere Fans mit unglaublicher Begeisterung und Leidenschaft dabei sein werden. England ist ein total fußballverrücktes Land, das wusste ich schon, bevor ich hier Nationaltrainer wurde, aber in den letzten zwei Jahren ist es mir umso mehr klargeworden."

Wembley, das nach einem Totalumbau 2007 neu eröffnet wurde, wird laut Hodgson der perfekte Schauplatz der finalen EURO-Phase sein: "Es ist ein wundervolles Stadion, das bestens zu erreichen ist und das garantiert bei jedem Spiel ausverkauft sein wird, egal, wer sich gegenübersteht. Das hängt nicht davon ab, ob England mitspielt, die Leute wollen einfach mit dabei sein."

Für FA-Präsident Dyke hat das 'neue' Wembley schon 2011 und 2013 bei den Endspielen der UEFA Champions League bewiesen, dass es für so große Spiele kaum ein besseres Stadion geben dürfte. "Wir haben ein sehr großes, sehr schönes, aber leider auch extrem teures Stadion gebaut. Und wir wollen dort die großen Spiele veranstalten. Deshalb haben wir die Bewerbung sehr ernst genommen. Und es ist sehr erfreulich, dass wir im Evaluierungsbericht ganz oben auf der Liste gelandet sind."

London hat sich schon in jüngster Vergangenheit einen Namen als europäische Sport-Metropole gemacht, 2012 fanden hier die Olympischen Spiele statt. "Es ist super aufregend", erklärte Dyke. "Man merkt ja immer wieder, dass solche Events in London ein absoluter Publikumsmagnet sind. Es wird ein großer Erfolg werden. Wir sind sehr stolz und möchten uns bei der UEFA für ihr Vertrauen bedanken."