Real Madrid zu stark für PSG

Real Madrid kann in der Königsklasse weiter vom dritten Titel in Folge träumen: Drei Wochen nach dem 3:1-Sieg in Madrid gewannen die Königlichen auch das Achtelfinal-Rückspiel in Paris mit 2:1.

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Nach einer routinierten und abgeklärten Vorstellung hat Real Madrid gegen Paris Saint-Germain das Viertelfinale der UEFA Champions League erreicht. Drei Wochen nach dem 3:1-Sieg in Madrid gewannen die Königlichen auch das Achtelfinal-Rückspiel in Paris mit 2:1.

Während die Hausherren von Beginn an darum bemüht waren, die Kontrolle zu übernehmen, lauerten die Gäste, bei denen der zuletzt angeschlagene Toni Kroos zunächst nur auf der Bank saß, vornehmlich auf Kontersituationen.

Die erste gute Tormöglichkeit entsprang jedoch nach einer kurz ausgeführten Ecke, als Marco Asensio in der 18. Minute in den Strafraum flankte, wo Sergio Ramos mit seiner Direktabnahme an PSG-Keeper Alphonse Areola scheiterte.

20 Minuten später hätten die Gäste in Führung gehen müssen, als Karim Benzema in halblinker Position alleine auf Areola zulief, der jedoch die Oberhand behielt. Aber was war eigentlich mit der hochgelobten PSG-Offensive los?

Herzlich wenig – ohne den verletzten Stürmerstar Neymar und weil die Gäste äußerst diszipliniert verteidigten. Einzig in der 43. Minute wurde es mal brenzlig: Kylian Mbappé schloss aus spitzem Winkel ab, scheiterte aber an Keylor Navas.

Cristiano Ronaldo köpft zum 1:0 ein
Cristiano Ronaldo köpft zum 1:0 ein©AFP/Getty Images

Nach der Pause schlug die große Stunde von Cristiano Ronaldo. In der 50. Minute setzte der Weltfußballer einen Flugkopfball links am Tor vorbei, eine Minute später besorgte er nach einer Maßflanke von Lucas Vázquez per Kopfballaufsetzer die Gästeführung.

Nach 66 Minuten schwächten sich die Hausherren selbst, als Marco Verratti vom deutschen Schiedsrichter Felix Brych mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. Drei Minuten später hatte Asensio die Vorentscheidung auf dem Fuß, traf aber nur den linken Außenpfosten.

Aus heiterem Himmel kam Paris in der 71. Minute zum Ausgleich: Nach einem Kopfball des eingewechselten Javier Pastore prallte das Leder von Casemiro an das Knie von Edinson Cavani und von dort ins Tor – Navas war ohne Chance.

Die Gäste ließen sich jedoch nicht beirren und gingen neun Minuten später erneut in Führung: Adrien Rabiot wehrte eine Vázquez-Flanke vor die Füße von Casemiro ab, dessen Schuss aus 15 Metern abgefälscht und unhaltbar für Areola im Tor landete.

©Getty Images

Schlüsselspieler: Lucas Vázquez

Er stand eher überraschend in der Startaufstellung, doch mit so einer Leistung wird es schwierig, ihn ihn Zukunft draußen zu lassen. Vázquez lief permanent die Außenlinie auf und ab und glänzte mit einer perfekten Flanke vor Ronaldos Führungstreffer.

Starke Defensive

Zidane verzichtete in seiner Startaufstellung auf Toni Kroos und Luka Modrić, doch der Wegfall der beiden Strategen wirkte sich nicht negativ aus. Auch die Staffellung war tadellos: Bei gegnerischem Ballbesitz leistete sich Real kaum Fehler, ging meist in den richtigen Momenten ins Pressing und ließ Paris über weite Strecken mit einer kompakten Defensive verzweifeln.

©AFP/Getty Images

Warum so wenig Risiko?

Bei allem Lob für den guten Auftritt von Real: Wer solch hohe Ansprüche hat wie Paris, muss unter Druck auch in der Lage sein, an einem entscheidenden Abend die Topleistung abrufen zu können. Paris deutete das Offensivpotenzial nur sporadisch an - das Fehlen von Neymar kann da nur bedingt als Ausrede herhalten.

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