Effiziente Bayern zeigen Paris die Grenzen auf

Dem FC Bayern glückte beim 3:1-Erfolg gegen Paris zwar die Revanche für die Hinspielpleite, der Gruppensieg geht aber an die Franzosen.

Der FC Bayern hat zum Abschluss der Gruppenphase einen 3:1-Triumph gegen Paris Saint-Germain gefeiert und den Sieg in der Gruppe B damit nur um zwei Tore verpasst.

Robert Lewandowski hatte früh den Grundstein für den Erfolg gelegt, außerdem markierte Corentin Tolisso einen Doppelpack. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer hatte Kylian Mbappé besorgt.

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Die Gäste gaben in der Anfangsphase den Ton an und hatten gleich zwei gute Chancen durch Kylian Mbappé. PSG zeigte starke Kombinationen im Mittelfeld, doch überraschenderweise fiel das Tor auf der Gegenseite. Robert Lewandowski entging nur hauchdünn einer Abseitsposition und schob aus kurzer Distanz ins Tor ein (8. Minute).

Ein Wirkungstreffer war es noch nicht, denn in der Folge hatte Paris die besseren Szenen. Neymar hatte in der 34. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, setzte die Kugel aber freistehend am Tor vorbei. Bessere Effizienz zeigte der FC Bayern, der durch einen Kopfball von Tolisso mit der zweiten Chance des Spiels das zweite Tor markierte.

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Mit 2:0 ging es in die Pause. Sollte Paris den komfortablen Vorsprung doch noch verspielen? Die Antwort darauf gaben die Franzosen schnell, denn schon in der 50. Minute besorgte Mbappé nach toller Vorarbeit von Edinson Cavani den Anschlusstreffer.  

Bayern wackelte nun etwas, blieb aber weiter höchst effizient. Tolisso vollendete in der 69. Minute die Vorarbeit von Kingsley Coman und die Hausherren waren wieder im Geschäft um den Gruppensieg.

Paris ließ hinten aber nicht mehr viel zu und hätte fast noch auf 2:3 verkürzt, doch in der Nachspielzeit konnte sich Sven Ulreich mit einer starken Parade gegen Mbappé auszeichnen. Am Ende kam es aber gar nicht mehr auf das Torverhältnis an, die Franzosen holten sich den Gruppensieg dank des besseren direkten Vergleichs.

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Schlüsselspieler: Corentin Tolisso
Gegen seine Landsleute drehte der Neuzugang voll auf und hatte viele gute Szenen. Zwei Mal hatte er im Strafraum das richtige Näschen und positionierte sich perfekt, um die Vorarbeit seine Mitspieler zu krönen.

80% reichen nicht
Der frühe Gegentreffer in der zweiten Halbzeit war zunächst Gift für die Konzentration des FC Bayern. Paris witterte Morgenluft und war nah dran am Ausgleich, doch irgendwann fand Bayern wieder genug Entschlossenheit, um Druck auszuüben. In der K.-o.-Runden darf man sich solch mentale Schwächephasen nicht mehr erlauben.

Kein guter Tag für Draxler
Julian Draxler musste auf einer ungewohnten Position im zurückgezogenen Mittelfeld spielen. Er musste viel Defensivarbeit leisten und konnte seine Qualitäten im letzten Drittel nur selten zeigen, denn bis er einmal nachgerückt war, hatte die vordere Reihe um Neymar, Cavani und Mbappé oft Pläne ohne ihn gemacht.

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