Leipzig feiert Teilerfolg bei Premiere

RB Leipzig trennt sich im ersten Champions-League-Spiel der Klub-Historie unentschieden von AS Monaco. Die umjubelte Führung von Emil Forsberg gleicht Youri Tielemans postwendend aus.

Leipzig begann - angefeuert vom euphorisierten Publikum - druckvoll und hatte zunächst mehr vom Spiel. Die erste zwingende Chance aber hatten die Gäste aus Monaco. Almamy Touré setzte sich über die rechte Seite durch und passte scharf nach innen. Zum Glück für Leipzig verpasste Stürmerstar Radamel Falcao die Kugel um Haaresbreite, so dass Péter Gulásci den Ball sichern konnte.

In der 24. Minute hatte Leipzig dann die Möglichkeit zur Führung. Nach einer Ecke von Emil Forsberg setzte Yussuf Poulsen einen Kopfball nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Knappe zehn Minuten später machte es Forsberg dann selbst – und wie! Nach einem langen Ball von Marcel Halstenberg rannte der Schwede allein auf das Tor von Diego Benaglio zu und überwand den Schweizer Torwart mit einem Schuss ins kurze Eck.

Die Freude über den ersten Champions-League-Treffer der RB-Geschichte dauerte aber nicht lange. Der Jubel der Zuschauer hatte sich kaum gelegt, da kam Youri Tielemans frei zum Kopfball. Den parierte Gulásci noch, beim Nachschuss des Belgiers war er aber ohne Chance. So ging es mit einem verdienten Unentschieden in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Leipziger genauso couragiert aus der Kabine wie zu Beginn des Spiels. Timo Werner hatte schon nach wenigen Minuten die Möglichkeit zum 2:1, schoss aber von der Strafraumgrenze links am Tor vorbei. In der 60. Minute wurde Torschütze Forsberg, der für Kevin Kampl Platz machte, mit großem Jubel verabschiedet.

Leipzig bleib auch danach das spielbestimmende Team, ließ aber im und um den Strafraum herum die nötige Präzision vermissen. Die größte Chance zum Sieg vergab in der Schlussphase der eingewechselte Jean-Kévin Augustin, der nach Pass von Halstenberg am überragand haltenden Benaglio scheiterte.

Schlüsselspieler: Dayot Upamecano (RB Leipzig)
Der erst 18 Jahre alte Innenverteidiger von RB strahlte gegen Monaco eine für einen Teenager unglaubliche Ruhe und Sicherheit aus. Er überzeugte durch sein Stellungsspiel und gewann alle wichtigen Zweikämpfe – auch in der Luft. Völlig zurecht wurde er anschließend von Trainer Ralph Hasenhüttl gelobt: „Er war für mich der stärkste Verteidiger, überragend.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Historisches Tor von Emil Forsberg
Der offensive Mittelfeldspieler von RB erzielte das viel umjubelte erste Tor der Leipziger in der UEFA Champions League. Er war bis zu seiner Auswechslung aber auch an den meisten gefährlichen Situationen der Hausherren beteiligt. Die Kaltschnäuzigkeit, mit der er das 1:0 schoss, spricht zudem ffür seine Klasse.

Vermeidbares Gegentor
Über weite Strecken des Spiels hatte man nicht den Eindruck, dass sich die Spieler von RB Leipzig von der besonderen Europapokal-Atmosphäre beeindrucken lassen. Aber nach dem Führungstor durch Forsberg war die Konzentration dann doch kurzzeitig weg. Das nutzten die Monegassen mit dem Ausgleich eiskalt aus.