Leicester geht erhobenen Hauptes

"Jede andere Mannschaft hätte nach unserem Tor den Kopf hängen lassen", lobte Atlético-Verteidiger Diego Godín den bravourös kämpfenden Gegner Leicester.

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"Wir können uns erhobenen Hauptes aus diesem Wettbewerb verabschieden", meinte Leicester-Kapitän Wes Morgan. Und damit hatte er absolut recht.

Die Foxes lagen zur Mitte des Viertelfinal-Rückspiels gegen Atlético Madrid im Gesamtergebnis mit 0:2 zurück, dennoch ließen sie sich nicht hängen und gaben bis zum Schlusspfiff alles. Sie verdienten sich zumindest noch den Ausgleich, damit endete für Leicester ein beeindruckendes Debüt in der UEFA Champions League.

Die Atlético-Abwehr musste streckenweise Schwerstarbeit verrichten, um neben dem Treffer von Jamie Vardy weitere Leicester-Tore zu verhindern. Flügelspieler Marc Albrighton meinte: "Wir haben es fantastisch gemacht, aber die drei Tore, die wir benötigt hätten, wollten uns einfach nicht gelingen."

"Es ist schade, dass unsere Reise hier endet", so Albrighton weiter. Nach der sensationellen Meisterschaft im vergangenen Jahr hat Leicester mit dem Gewinn der Gruppe G und dem Achtelfinal-Erfolg gegen Sevilla dennoch ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte geschrieben, immerhin spielte der Klub vor acht Jahren noch in der dritten englischen Liga.

Entsprechend stolz zeigte sich Danny Drinkwater auch in der Mixed Zone, mit einem Atlético-Trikot in der Hand. "Wir können stolz auf unsere Leistung sein und wie weit wir es in diesem Wettbewerb geschafft haben", sagte der Mittelfeldspieler. "Hoffentlich schaffen wir es nächste Saison wieder in die Champions League."

Großes Lob verdienten sich die Foxes auch von Atlético-Verteidiger Diego Godín. "Jede andere Mannschaft hätte nach unserem Tor den Kopf hängen lassen, aber Leicester tat in der zweiten Halbzeit das komplette Gegenteil. Sie haben bis zum Ende daran geglaubt."