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Bayern blamiert sich bis auf die Knochen

Veröffentlicht: Dienstag, 2. Oktober 2012, 22.39MEZ
FC BATE Borisov - FC Bayern München 3:1
Der Außenseiter lag schon mit 2:0 vorn, ehe Bayern in der Nachspielzeit durch Franck Ribéry verkürzte, dann aber noch ein Kontertor kassierte.
von Klaus Klump

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Spielstatistiken

BATEBayern

Tore3
 
1
auf das Tor6
 
10
am Tor vorbei5
 
6
Ecken1
 
14
Abseits2
 
3
Begangene Fouls16
 
10
Gelbe Karten3
 
4
Rote Karten0
 
0
Ballbesitz (%)37
 
63

Tabellen

Gruppe F

SPkt.
FC BATE Borisov BATE26
Valencia CF Valencia23
FC Bayern München Bayern23
LOSC Lille LOSC20
Letzte Aktualisierung: 19/06/2013 21:19 MEZ

Legende:

S: Spiele   
Pkt.: Punkte   
 
Veröffentlicht: Dienstag, 2. Oktober 2012, 22.39MEZ

Bayern blamiert sich bis auf die Knochen

FC BATE Borisov - FC Bayern München 3:1
Der Außenseiter lag schon mit 2:0 vorn, ehe Bayern in der Nachspielzeit durch Franck Ribéry verkürzte, dann aber noch ein Kontertor kassierte.

Der FC Bayern München musste eine sensationelle Niederlage beim FC BATE Borisov hinnehmen und kassierte damit nach neun Pflichtspielsiegen in Folge die erste Pleite, während das Team aus Belarus den ersten Heimsieg in der UEFA Champions League feierte und nun seit 17 Partien ungeschlagen ist.

Nach den Treffern von Aleksandr Pavlov in der 23. und von Vitali Rodionov in der 78. Minute führte BATE gegen den unschlagbar scheinenden FCB schon 2:0, ehe Franck Ribéry in der Nachspielzeit verkürzte, doch Sekunden vor dem Ende machte Renan Bressan alles klar. Mit diesem Sieg hat BATE die Tabellenführung in der Gruppe F untermauert.

Für den ersten kleinen Paukenschlag sorgten allerdings die Bayern, die ohne Bastian Schweinsteiger in der Startelf aufliefen, ihn plagen Probleme mit dem Sprunggelenk, deshalb saß er nur auf der Bank und wurde erst knapp eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt. Stattdessen stand Javi Martínez neben Luiz Gustavo in der Anfangsformation.

Das Spiel begann gemächlich und dann beinahe ungemütlich für die Bayern, weil der Gastgeber in der sechsten Minute seine erste Möglichkeit hatte, als nach einer Hereingabe von der rechten Seite von Denis Polyakov der mitgelaufene Edgar Olekhnovich schneller am Ball war als Dante. Doch Manuel Neuer stand goldrichtig und verhinderte Schlimmeres.

Der erste Großchance für die Bayern gab es sieben Minuten später. Da nahm Toni Kroos dem Weißrussen Dmitri Likhtarovich den Ball ab, marschierte allein auf Keeper Andrei Gorbunov zu, umrundete ihn, um dann die Kugel an den linken Pfosten des leeren Tores zu setzen.

Nachdem es so aussah, als würden die Bayern die Zügel nun immer mehr anziehen, kassierten sie den Gegentreffer zum 0:1. Bei einem Konter kam Holger Badstuber nicht mit, so erreichte eine Flanke von der linken Seite Polyakov, der weiter zu Aleksandr Volodko spielte, dessen Schuss zwar misslang, aber dennoch bei Pavlov landete, der aus acht Metern flach vollendete. Schon beim 3:1 zum Auftakt der Gruppenphase beim LOSC Lille hatte dieser getroffen.

Nun waren die Bayern vollends gereizt und erarbeiteten sich innerhalb weniger Sekunden zwei Kopfballchancen. Zunächst durch Thomas Müller, anschließend durch Mario Mandžukić, doch jeweils war der Schlussmann auf dem Posten (25.). Ansonsten konnte er sich auf eine vielbeinige Abwehr verlassen, die kaum mehr eine gute Chance zuließ. Die Bayern waren zwar drückend überlegen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen, sodass es mit einem Rückstand in die Kabine ging.

Zehn Minuten mussten die Fans im zweiten Abschnitt auf die nächste Chance des Spiels warten – und wieder war es eine für BATE. Ex-Bundesligaspieler Aleksandr Hleb spielte den Ball mit der Hacke auf Olekhnovich, der einen Gewaltschuss losließ, sodass sich Neuer mächtig strecken musste. Die Gastgeber spielten längst munter mit und kamen fünf Minuten darauf durch Rodionov zum Schuss, der aber verzog. Und weitere fünf Minuten später vergab Pavlov freistehend. Möglichkeiten von den Bayern? Fehlanzeige!

Zwölf Minuten vor dem Ende schienen alle Hoffnungen auf eine Wende dahin. Eine Minute zuvor war Schweinsteiger eingewechselt worden, als die Weißrussen mit einem Doppelpass die Bayern-Abwehr aushebelten und durch Rodionov, der an drei Gegenspielern vorbeizog, den entscheidenden Treffer erzielten. Wenig später hatte Ribéry zwei gute Chancen– einmal traf er die Latte -, um beim dritten Mal erfolgreich zu sein. Nach schönem Zuspiel von Xherdan Shaqiri sorgte er in der ersten von vier Minuten der Nachspielzeit mit seinem Treffer für ein wenig Hoffnung. Die wurde Sekunden vor Schluss durch das Kontertor von Renan Bressan zerstört.

BATE hat mit zwei Siegen aus zwei Spielen nun eine gute Ausgangsposition auf das Erreichen der nächsten Runde, während die Bayern nun wieder möglichst punkten sollten. Am dritten Spieltag der Gruppe F müssen sie am 23. Oktober in Lille antreten, während BATE daheim gegen Valencia CF spielt.

Letzte Aktualisierung: 27.11.12 2.54MEZ

http://de.uefa.com/uefachampionsleague/season=2013/matches/round=2000347/match=2009515/postmatch/report/index.html#bayern+kommt+unter+rader

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