Wie erwartet, hat F91 Dudelange die Play-offs zur UEFA Champions League verpasst. Nach der 1:4-Hinspielniederlage beim slowenischen Meister NK Maribor kassierte der luxemburgische Champion im Heimspiel eine 0:1-Niederlage, für die in der 79. Minute Aleš Mertelj sorgte. Noch aber ist das Abenteuer Europapokal für das Überraschungsteam nicht beendet, denn nun warten die Play-offs zur UEFA Europa League.
"Im Fußball ist alles möglich", hatte F91-Trainer Didier Philippe vor der Partie gesagt und damit etwas Zuversicht verbreitet, schließlich hätte ein 3:0 gereicht, um vorangegangen Sensationen, als unter anderem der FC Salzburg rausgeworfen wurde, eine noch größere folgen zu lassen.
Zumindest versuchten es die wackeren Amateure von Beginn an. Während die Gäste im ersten Abschnitt sehr verhalten spielten, hatte der Außenseiter eine große Chance, als Bryan Melisse nach einer Viertelstunde per Freistoß den Pfosten traf.
Maribor wusste sich oft nur durch Fouls zu helfen, was deren Unsicherheit unterstrich, während Düdelingen den nötigen Druck vermissen ließ, sodass es torlos in die Kabinen ging.
Die offiziell 1236 Zuschauer musste kurz nach Wiederbeginn miterleben, wie plötzlich Robert Berić allein vor Jonathan Joubert erschien, aber der Keeper zeigte seine Klasse und klärte im Nachfassen. Anschließend verflachte das Spiel, Düdelingen hatte offenbar gemerkt, dass es nichts mit der Sensation werden würde, und so hatten die Gäste abermals eine gute Chance, diesmal durch Marcos Tavares, der seinerseits den Ball an den Pfosten nagelte (74.).
Doch fünf Minuten später war Joubert geschlagen. Nach einer Unsicherheit in der Düdelinger Abwehr war Mertelj zur Stelle, der den einzigen Treffer des Tages erzielte. Anschließend hatten die Gäste sogar weitere Möglichkeiten und hätten das Ergebnis noch höher gestalten können, aber Joubert verhinderte Schlimmeres.
Düdelingen nimmt nun an den Play-offs zur UEFA Europa League teil, die Auslosung für die Spiele, die am 23. und 30. August ausgetragen werden, findet am Freitag in Nyon statt. Das Heimspiel in dieser Runde darf nun überraschend doch in Luxemburg stattfinden, nachdem ja das Stade Josy Barthel wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung steht. Als Ausweichorte waren Metz, Saarbrücken oder Lüttich im Gespräch.
Das Oberkorner Stadion mit seinen knapp 1800 Sitzplätzen, das am Sonntag offiziell eröffnet wurde, wurde von der UEFA für das vierte europäische Heimspiel für F19 in dieser Saison genehmigt. Dies sagte Joël Wolff, Generalsekretär des Luxemburgischen Fußballverbands (FLF). “Der Vip-Bereich muss etwas umgebaut werden. Es muss zudem dafür gesorgt werden, dass die Bereiche mit den Anhängern der Lokalmannschaft und der Gästefans getrennt werden", sagte Wolff. Dies sei jedoch kein Problem.