Costa: "Juventus verdient es, die UCL zu gewinnen"

Douglas Costa wechselte im Sommer vom FC Bayern München zu Juventus Turin. Wie in seiner ganzen bisherigen Karriere hat er auch mit den Italienern große Ziele.

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Wenn man Douglas Costa nach zwei prägenden Trainern in seiner Karriere fragt, fallen zwei Namen: Mircea Lucescu und Pep Guardiola.

2013: Mircea Lucescu herzt Douglas Costa nach seinem Tor in der #UCL gegen den BVB
2013: Mircea Lucescu herzt Douglas Costa nach seinem Tor in der #UCL gegen den BVB©Getty Images

Erstgenannter war sein Coach bei Shakhtar Donetsk, Costas erster Station außerhalb Brasiliens und zugleich sein Sprungbrett zu den Top-Teams in Europa. Seine Karriere begann er bei Gremio, wo auch ein gewisser Ronaldinho Gaúcho seine Laufbahn startete: "Er ist für mich unvergleichbar. Ich habe nie jemanden wie ihn gesehen", schwärmt der in Sapucaia do Sul geborene brasilianische Nationalspieler über seinen Landsmann.

Im Alter von 20 Jahren wechselte Costa in die Ukraine und verbrachte dort fünf erfolgreiche Jahre mit zahlreichen Titeln: "Es war sehr schwierig, von Brasilien in die Ukraine zu gehen, aber es hat mir sehr geholfen, dass bereits viele Brasilianer dort spielten. Dank ihnen habe ich mich schnell an das neue Land gewöhnt."

Nach guten Leistungen in der Champions League wurde der FC Bayern München auf den 1,72 m großen Flügelstürmer aufmerksam. Im Sommer 2015 wechselte er für rund 30 Millionen Euro an die Isar. Dort traf er auf seinen zweiten prägenden Trainer, Pep Guardiola: "Es war eine Art magischer Moment. Ich habe mich sehr gefreut, mit ihm arbeiten zu können. Der Spieler, der ich jetzt bin, habe ich der fantastischen Arbeit mit Guardiola in diesen zwei Jahren zu verdanken."

2015: Douglas Costa feiert seinen Treffer gegen den HSV
2015: Douglas Costa feiert seinen Treffer gegen den HSV©Getty Images

Sein Einstand in München hätte nicht besser gelingen können. Mit einem Treffer und einer Vorlage feierte er sein Debüt am ersten Spieltag der Bundesliga-Saison 2015/16 gegen den Hamburger SV. Mit 14 Vorlagen gehörte am Ende der Spielzeit zu den besten Assistgebern der Liga.

Ein negativer Aspekt blieb ihm aber aus seiner Zeit in München in Erinnerung - die Niederlage im UCL-Halbfinale gegen Atlético Madrid: "Das war bitter, denn ich dachte, wir würden in diesem Jahr die Champions League gewinnen. Unser Team spielte wirklich gut. […] Alles in allem war es ein tolles Jahr für uns. [..] Es war zu schade, dass wir nicht gewonnen haben."

Paolo Dybala und Douglas Costa scherzen im Training
Paolo Dybala und Douglas Costa scherzen im Training©Getty Images

Nach vier Titeln in zwei Jahren suchte der brasilianische Nationalspieler eine neue Herausforderung und fand diese bei Juventus. Seit dieser Saison läuft der 27-Jährige für den italienischen Rekordmeister auf und konnte bisher in 18 Serie-A-Spielen zwei Tore und fünf Vorlagen beisteuern. Generell scheint es ihm in Turin zu gefallen: "Hier gibt es tolle Restaurants und Wanderwege. Ich bin sehr glücklich hier und hoffe, dass ich hier noch für einige Jahre sein werde."

Nächsten Mittwoch steht das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League an – Costas Ziel ist klar: "Juventus verdient es, die Champions League zu gewinnen. Deswegen werden wir unser Bestes geben und darum kämpfen."

Nach dem 2:2 im Hinspiel müssen die Italiener jetzt in Wembley gegen die Tottenham Hotspurs antreten. Darauf freut sich "The Flash" besonders: "In solchen Stadien zu spielen, ist der Traum eines jeden Spielers." Dort sind dann seine Scorer-Skills erneut gefragt, wenn er mit Paolo Dybala, den er als "guten Freund und Ass" bezeichnet, Juventus in die nächste Runde schießen will.

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