Tatendurstig ins neue Jahr

Wieder einmal ruhen auf dem FC Bayern alle deutschen Hoffungen in der UEFA Champions League. Heute brachen die Münchner in ihr kurzes Trainingslager in Doha auf, viele Wünsche für 2018 mit im Gepäck.

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Am Dienstagmorgen, kurz nach 10 Uhr, startete der FC Bayern vom Münchner Flughafen in Richtung Doha, wo sich der letzte deutsche Champions-League-Teilnehmer nach extrem kurzer Winterpause fünf Tage lang auf die anstehenden Herausforderungen der Königsklasse, der Bundesliga und des DFB-Pokals vorbereiten wird.

"Es war eher ein Wimpernschlag der Erholung. Man konnte durchatmen und ich hoffe, dass wir alle den Akku aufgetankt haben", so Coach Jupp Heynckes vor dem Abflug, der ohne die noch nicht fitten Manuel Neuer und Thiago stattfand, die ihr Reha-Programm in München durchziehen werden.

"Die Zeit ist kurz, um uns auf das erste Rückrundenspiel in Leverkusen [12.01] vorzubereiten. Deswegen muss man die Zeit sehr klug gestalten, dass man dort anknüpft, wo wir in der Hinrunde aufgehört haben", so Heynckes.

Bayerns einziger Neuer beim Abflug nach Doha
Bayerns einziger Neuer beim Abflug nach Doha©Getty Images

Dabei mithelfen soll Winterneuzugang Sandro Wagner, der sich beim Abflug erstmals im Bayern-Outfit präsentierte. "Er ist ein Spielertyp, der sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat und auch Nationalspieler geworden ist", erklärte Heynckes mit dem Blick auf seinen neuen Stürmer und fuhr fort, "er kennt seine Rolle und weiß, dass vor ihm ein Weltklassespieler wie Robert Lewandowski steht".

Ob in der nächsten Saison auch der (Noch-) Schalker Leon Goretzka im Bayern-Trikot auflaufen wird, ließ Heynckes offen, doch immerhin ließ sich der 72-Jährige dann doch noch ein Satz zum Thema Goretzka entlocken: "Das ist ein guter Junge, der gefällt mir, er hat eine klasse Entwicklung genommen. Der weiß schon genau, was für ihn das Beste ist".

Was für die Bayern das Beste ist, weiß ohne Zweifel Heynckes am besten, der seit seinem überraschenden Comeback auf der Münchner Bank 15 Siege in 16 Pflichtspielen eingefahren hat. Dennoch ist der Perfektionist – natürlich – noch lange nicht zufrieden.

"Es gibt immer wieder Dinge, die verbesserungswürdig sind. Wo wir an den Stellschrauben drehen müssen." Welche das sind, wollte Heynckes nicht verraten, aber er sieht das Trainingslager Katar schon mal als gutes Omen für die Dinge, die da noch kommen. "Wir waren 2012/13 auch dort. Ich habe sehr gute Erinnerungen, wir haben damals überragend gearbeitet." Was ja ein paar Monate später im Wembley Stadion eindrucksvoll bestätigt wurde…

 

 

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