Subotić: Bereit wie die Feuerwehr

Am Samstag stand Neven Subotić nach fast eineinhalb Jahren mal wieder in der Startelf des BVB, doch seine Zukunftsaussichten in Dortmund dürften dennoch nicht allzu gut sein.

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Es war eigentlich das Comeback des Spieltages, ging aber im Trubel um das turbulente 2:2 von Borussia Dortmund bei Eintracht Frankfurt ein wenig unter. Nach 598 Tagen stand Neven Subotić wieder einmal in der Startelf des BVB, mit dem er zweimal Meister wurde und 2013 im Finale der UEFA Champions League stand.

"Ich habe mich gefreut wie auf ein WM-Spiel", gestand der 28-Jährige nach der Partie ein. "Die hat man auch nicht so oft und so fühlt sich ein Bundesligaspiel derzeit für mich an." Über 200 Mal ist er inzwischen für Dortmund und den 1. FC Köln, an den er letzte Saison ausgeliehen war, aufgelaufen, doch seine Zukunftsaussichten sind eher düster – zumindest in Dortmund. Wenn sich beim BVB das Lazarett lichtet, dürfte kein Platz mehr für den 36-fach serbischen Nationalspieler sein. Dass sein Vertrag am Ende dieser Saison ausläuft, verbessert seine Perspektive auch nicht gerade.

Dabei bewies Subotić auch in Frankfurt, dass er noch lange nicht zum fußballerischen Alt-Eisen gehört. "Das ist wie Radfahren. Ich habe mehr als 200 Spiele in meinem Körper, das verlernt man nicht einfach so", sagte Subotic und sein Teamkollege Nuri Şahin sah das ähnlich: "Es fühlt sich immer gut an, wenn Neven auf dem Platz steht."

Bitterer Moment für Subotic und Co. - das Wembley-Finale 2013
Bitterer Moment für Subotic und Co. - das Wembley-Finale 2013©Getty Images

Dabei weiß der kernige Innenverteidiger sehr genau um seine Stärken und Schwächen. "Ich kann bestimmt nicht alles im Fußball, aber zu laufen und mit dem Gegner mitzuhalten, habe ich mir in der Klopp-Ära antrainiert. So hinten herum spielen ist nicht unbedingt meins."

Subotic und der BVB - das gehörte bisher irgendwie zusammen
Subotic und der BVB - das gehörte bisher irgendwie zusammen©Getty Images

Und genau deshalb scheint sein Abschied aus Dortmund nach neun Jahren vorgezeichnet, BVB-Coach Peter Bosz setzt in der Abwehr doch eher auf andere Tugenden. Doch da Jürgen Klopp in Liverpool derzeit ja durchaus Abwehrsorgen zu haben scheint, wäre ein Wechsel in die Premier League vielleicht keine schlechte Alternative. Doch zuvor verspricht Subotić, für Dortmund alles zu geben, schließlich ist der BVB nach wie vor "sein" Verein. "Ich bin jederzeit bereit, wie die Feuerwehr. Man muss mich einfach rufen und ich bin da."