Feyenoord beendet lange Durststrecke

Während Ajax die UEFA Europa League rockt, hat Feyenoord in der niederländischen Liga seinen Fans nach 18 Jahren mal wieder eine Meisterschaft geschenkt.

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Der Weg zum Titel
Mit einem 5:0-Auftakterfolg in Groningen erklomm Feyenoord gleich zu Beginn die Tabellenspitze und legte dann einen Start-Ziel-Sieg hin. Sie gewannen ihre ersten neun Ligaspiele – eine Serie, die erst durch ein 1:1-Unentschieden gegen Ajax unterbrochen wurde.

Zur Winterpause führte die Mannschaft von Giovanni van Bronckhorst die Liga mit fünf Punkten Vorsprung an, doch eine 1:2-Niederlage gegen Ajax und ein anschließendes Unentschieden gegen Zwolle brachte das Team aus Amsterdam im April bis auf einen Zähler heran. Die Rotterdammer kehrten jedoch auf die Siegerstraße zurück, während Ajax' Niederlage gegen die PSV den Vorsprung auf vier Punkte erhöhte.

Den ersten Matchball am vorletzten Spieltag konnte Feyenoord noch nicht nutzen, doch am letzten Spieltag machte man mit einem 3:1-Heimsieg gegen Heracles - Dirk Kuyt erzielte alle drei Tore - alles klar.

Die Zahl: 18
Die Anzahl an Jahren, die Feyenoord-Anhänger auf den Triumph der Eredivisie warten mussten. Es ist ihr erster Meistertitel seit 1999 (und der 15. der Vereinsgeschichte).

Die Konkurrenz
Dieses Jahr konnte niemand dem traditionellen Top-Trio gefährlich werden. Ajax landete mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei. Peter Bosz' junge Mannschaft, auf mehreren Hochzeiten tanzend, fehlte die Kraft, um den ursprünglichen Rückstand komplett aufzuholen. Der amtierende Titelträger PSV konnte nie richtig überzeugen, wenngleich der 14-Punkte-Vorsprung auf den viertplatzierten Utrecht die Dominanz der großen drei unterstreicht.

Vitesse feiert den Pokalsieg
Vitesse feiert den Pokalsieg©Getty Images

Vitesse: Erster Titel nach 125 Jahren
Vitesse hielt Feyenoord davon ab, das Double in Angriff zu nehmen, indem sie den Verein aus Rotterdam im Viertelfinale des niederländischen Pokals mit 2:0 besiegten. Doch damit hatten sie nicht genug und der Klub aus Arnheim gewann auch das Halbfinale gegen Sparta Rotterdam mit 2:1, bevor sie eine 125-jährige Durststrecke beenden konnten. Ricky van Wolfswinkels Doppelpack beim 2:0-Sieg gegen AZ Alkmaar brachte ihnen die langersehnte Trophäe ein.

Und jetzt?
Feyenoord war im eigenen De Kuip Stadion unschlagbar – sie gewannen 15 Mal und spielten zwei Mal unentschieden – doch auswärts verloren sie vier Mal und holten zwei weitere Male nur einen Punkt. Auch auf europäischer Ebene gibt es Steigerungspotenzial, denn sie überstanden die Gruppenphase der UEFA Europa League nicht – und jetzt steht die UEFA Champions League an.

Höchster Sieg: 8:0 gegen die Go Ahead Eagles
Höchste Niederlage: 0:3 bei Excelsior
Top-Torschütze: Nicolai Jørgensen (21)