Von Barzagli bis Vidić: Die zehn besten Wintereinkäufe

Lohnen sich Transfers im Winter oder sind das meist Noteinkäufe? Wir haben zehn Beispiele dafür gefunden, dass man seinen Kader in der Tat erheblich verbessern kann?

Die besten Januar-Transfers
Die besten Januar-Transfers ©UEFA.com

Jaap Stam (von Willem II zur PSV, 1996)
Stam spielte nur sechs Monate für Willem II, hinterließ dabei aber so einen guten Eindruck, dass die PSV, nach drei titellosen Jahren, sofort zugriff. Mit dem 23-Jährigen holten sie prompt den niederländischen Pokal, im folgenden Jahr den Titel in der Eredivisie. 1998 lockte ihn Manchester United für 18 Millionen Euro - damals Transferrekord für einen Abwehrspieler – auf die Insel.

Dejan Stanković (Lazio zu Inter, 2004)
Aufgrund finanzieller Probleme musste Lazio einem Vier-Millionen-Angebot von Inter nachgeben. Schnell wurde klar, dass dieser Kauf ein echtes Schnäppchen für die Nerazzurri war. Stanković wurde nur eine Woche nach seiner Ankunft durch eine direkt verwandelte Ecke gegen den Lokarivalen AC Milan zum Publikumsliebling. Später gewann er mit Inter fünf Mal den Scudetto und 2010 die UEFA Champions League.

Nemanja Vidić (Spartak Moskva zu Manchester United, 2006)
Sir Alex Ferguson wollte den Serben unbedingt haben und stach die Konkurrenz aus Liverpool und Florenz aus. Warum der Abwehrspieler bei ihm auf der Wunschliste ganz oben stand, wurde schnell klar. Zusammen mit Rio Ferdinand und Patrice Evra bildete Vidić über viele Jahre ein schier unüberwindliches Abwehrbollwerk.

Klaas-Jan Huntelaar (Heerenveen zu Ajax, 2006)
Die neun Millionen Euro für den späteren Schalker waren für Ajax gut angelegt: zum einen galt Huntelaar als bester Nachwuchsspieler Hollands, zum anderen schnappte man den Torjäger dem ebenfalls interessierten Erzrivalen PSV vor der Nase weg. Huntelaar erzielte in den 136 Spielen für den Klub aus Amsterdam stolze 105 Tore, ehe er drei Jahre später für 27 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte.

Teenager-Transfers
Teenager-Transfers

Marcelo (Fluminense zu Real Madrid, 2007)
"Eine Perle, hinter der halb Europa her war", beschrieb Real-Präsident Ramón Calderón den 18-jährigen Brasilianer bei seiner Ankunft in Madrid. Gut zehn Jahre, vier Meisterschaften und drei Triumphe in der UEFA Champions League später kann man ihm nur zustimmen. Auch der zweite Wintertransfer im Jahr 2007 erwies sich übrigens für Real als Glücksgriff: Gonzalo Higuaín.

Andrea Barzagli (Wolfsburg zu Juventus, 2011)
Die besten 300.000 Euro, die Juventus je investiert hat. Barzagli hatte zwar schon 25 Länderspiele absolviert und 2008/09 mit Wolfsburg die Meisterschaft gewonnen, doch seine Karriere schien zuletzt zu stagnieren. Doch bei den Bianconeri blühte er an der Seite von Leonardo Bonucci, Giorgio Chiellini und Gianluigi Buffon regelrecht auf und war ein Garant für den Gewinn von sechs Meisterschaften.

Luis Suárez und Ivan Rakitić gemeinsam bei Barcelona
Luis Suárez und Ivan Rakitić gemeinsam bei Barcelona©Getty Images

Luis Suárez (Ajax zu Liverpool, 2011)
Die Reds hatten nach dem Abschied von Fernando Torres keine Zeit verschwendet und die 57 Millionen Ablöse in Andy Carroll (40 Millionen) und Suárez (26,5 Millionen) reinvestiert. Carroll traf in 58 Spielen elf Mal, ehe er eineinhalb Jahre später Liverpool wieder verließ. Suárez traf in 133 Partien 82 Mal, darunter alleine in der Saison 2013/14 31 Mal in der Premier League. Für 82 Millionen Euro ging er dann nach Barcelona.

Ivan Rakitić (Schalke zu Sevilla, 2011)
Der in der Schweiz geborene Kroate wurde nach seinem Wechsel von Schalke zu Sevilla zum ersten ausländischen Kapitän der Andalusier seit Diego Maradona und war einer der Garanten dafür, dass Sevilla 2014 die UEFA Europa League gewinnen konnte. Inzwischen spielt auch er für Barcelona.

Juanfran (Osasuna zu Atlético Madrid, 2011)
Während er bei Osasuna als trickreicher Flügelspieler auffiel, ist er inzwischen bei Atlético als Mr. Zuverlässig in der Abwehr unersetzlich geworden und gehört seit sieben Jahren zu den weltbesten Abwehrspielern.

Nemanja Matić (Chelsea zu Benfica, 2011)
Ein echter Coup für die Portugiesen. Er wechselte im Gegenzug für David Luiz zu Benfica und zeigte dort in ungewohnter Rolle als defensiver Mittelfeldspieler noch jahrelang seine große Klasse. 2013 verlor er mit Benfica das Finale der UEFA Europa League – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Chelsea. Im folgenden Jahr holten die Blues ihn für 25 Millionen Euro zurück an die Stamford Bridge.

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