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Müller: "Großes Ziel im Hinterkopf"

Mit nur 23 Jahren hat Thomas Müller schon zwei Endspiele in der UEFA Champions League gespielt, aber beide verloren. Zurückschauen ist aber nicht sein Ding, wie er im Gespräch mit Champions Matchday verriet.

Thomas Müller hat in dieser Saison ein klares Ziel vor Augen
Thomas Müller hat in dieser Saison ein klares Ziel vor Augen ©Getty Images

"Einsatzfreudig, unorthodox und effizient" - so Thomas Müller auf die Frage, wie er sich selbst in drei Worten beschreiben würde. Wer seine rapide Entwicklung in den letzten Jahren beobachtet hat, erkennt in dieser Selbsteinschätzung ein sehr zutreffendes Bild des Mittelfeldspielers vom FC Bayern München.

Noch im Mai 2009 war Müller Stammspieler in der zweiten Mannschaft der Bayern, etwas mehr als ein Jahr darauf war er bereits Double-Sieger, UEFA-Champions-League-Finalist, hatte bei der FIFA-Weltmeisterschaft den Goldenen Schuh als Torschützenkönig erhalten und bekam zudem die Auszeichnung als Bester Junger Spieler der WM.

Ohne ein Übermaß an jenen Attributen, mit denen sich Müller selbst beschreibt, wäre all dies kaum möglich gewesen. Noch dazu ist er trotz seiner erst 23 Jahre schon sehr erfahren und hat in zwei Endspielen der Königsklasse gestanden. Gegen Chelsea FC im Mai dieses Jahres erzielte er kurz vor Schluss den Führungstreffer für die Bayern, am Ende stand man jedoch wie zwei Jahre zuvor mit leeren Händen da.

"Ich habe schon viel erlebt, aber leider gab es in den Endspielen noch nichts Positives. Deswegen hat man noch ein großes Ziel im Hinterkopf", so Müller im Exklusiv-Interview mit Champions Matchday. Vor allem eine so bittere Niederlage wie gegen Chelsea würde manch einen Fußballer noch lange beschäftigen, doch der gebürtige Weilheimer hat ebenfalls ganz gute Qualitäten, was das Abhaken von negativen Erlebnissen betrifft.

"Man muss sie ja abhaken. Wir Menschen leben für die Zukunft. Insgesamt war es von der Mannschaft - bis auf den letzten Schritt - ganz ordentlich. Vielleicht hat am Ende ein Quäntchen Glück gefehlt. Man muss jetzt einfach die nächsten Ziele in Angriff nehmen."

Immerhin bietet sich die nächste Chance auf einen Triumph in der Königsklasse schon in dieser Spielzeit und Müller verspürt auch bereits wieder große Lust auf das Rampenlicht. "Man merkt schon bei jedem Achtel- oder Viertelfinale und je näher es dann zum Finale kommt, wie wichtig und brisant die Spiele werden. Es macht einfach Spaß, auf diesem europäischen Top-Niveau zu spielen."

Soweit ist es natürlich aber noch nicht. Am zweiten Spieltag kassierte der FC Bayern eine überraschende Niederlage gegen den FC BATE Borisov - eine Pleite "wie in einem schlechten Pokalspiel", so Müller. Dennoch geht der Blick auch gleich wieder nach vorne.

Vor ihm und dem deutschen Rekordmeister liegen zwei Spiele gegen LOSC Lille, die Müller als "sehr schwer" beschreibt. Zudem sagte er: "Auch wenn sie jetzt zwei Mal verloren haben, sind sie nicht zu unterschätzen. Gerade wenn man zwei Mal verloren hat, muss man alles in die Waagschale werfen, damit sie überhaupt noch etwas in dieser Gruppe reißen können."

Das komplette Interview mit Thomas Müller finden Sie in der neuesten Ausgabe von Champions Matchday, dem offiziellen Magazin der UEFA Champions League.

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