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Hapoel ist unter Europas Elite

Neue Gesichter: Hapoel Tel-Aviv FC eroberte in Israel letzte Saison das Double. Der Kampf um den Meistertitel entschied sich erst am letzten Spieltag.

Hapoel setzte sich in der Play-off-Runde gegen den FC Salzburg durch
Hapoel setzte sich in der Play-off-Runde gegen den FC Salzburg durch ©Getty Images

Hapoel Tel-Aviv FC gewann letzte Saison erstmals seit zehn Jahren die israelische Meisterschaft. In der Qualifikation setzte sich die Mannschaft gegen FK Željezničar und den FC Salzburg durch und ist einer von sechs Neulingen in der Gruppenphase der UEFA Champions League.

Wer sind sie?
Gegründet: 1926
Spitzname: Ha'adumim (Die Roten)
Meisterschaft: 13
Israelischer Pokal: 13

In den zweieinhalb Jahren seit der Amtsübernahme von Eli Gutman hat sich Hapoel von einem Klub, der gegen den Abstieg kämpft, in eine Mannschaft verwandelt, die gegen die großen Namen in Europa antritt. Gutman übernahm den Trainerposten nach zehn Spieltagen der Saison 2007/08 und führte Hapoel vom letzten Tabellenplatz auf Rang sieben, vier Punkte vor der Abstiegszone. Von diesem Zeitpunkt an hatten die Roten mit Gutman, assistiert vom ehemaligen Hapoel-Mittelfeldspieler Yossi Abuksis, nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun.

In der Saison 2008/09 reichte es zur Vizemeisterschaft, gefolgt vom Double und Erfolgen in Europa im letzten Jahr. Hapoel schloss seine Gruppe in der UEFA Europa League vor dem Hamburger SV, SK Rapid Wien und Celtic FC als Sieger ab. In der Runde der letzten 32 war gegen den FC Rubin Kazan Endstation. Etey Schechter, der unter Gutman bereits bei Maccabi Netanya FC spielte, traf in seiner ersten Saison beim Klub wettbewerbsübergreifend gleich 31 Mal. Nigerias Nationaltorhüter Vincent Enyeama kam als Elfmeterschütze vom Dienst auf fünf Tore.

Im Blickpunkt
Gil Vermouth, 25, Mittelfeldspieler
Vermouth kehrte nach einem kurzen Engagement beim belgischen Klub KAA Gent 2008 zu Hapoel zurück. Der filigrane Mittelfeldspieler durchlief die Jugendabteilung von Hapoel Haifa FC und wechselte 2005 zu den Roten. Letztes Jahr entwickelte sich Vermouth zum Spezialisten für wichtige Tore. Beim meisterschaftsentscheidenden Spiel bei Beitar Jerusalem FC am letzten Spieltag brachte er Hapoel in Führung, im Finale des israelischen Pokals erzielte er gegen Bnei Yehuda Tel-Aviv FC einen Doppelpack. Mit 13 Toren und 16 Vorlagen in 34 Ligaspielen wurde er wenig überraschend zu Israels Fußballer des Jahres gekürt.

Denkwürdiges Spiel
Beitar Jerusalem FC - Hapoel Tel-Aviv FC 1:2, Israelische Premier League, 15. Mai 2010
Hapoel musste am letzten Spieltag im Teddy-Stadion antreten und benötigte für den Meistertitel einen Sieg. Gleichzeitig musste Maccabi Haifa FC gegen Bnei Yehuda Punkte liegen lassen. Vermouth brachte Hapoel früh in Führung, doch nach dem Platzverweis von Omri Kende nach einer halben Stunde konnten die Hausherren durch Barak Yitzhaki noch vor der Pause ausgleichen. Zu diesem Zeitpunkt sah es für die Roten nicht gut aus. In der Mitte des zweiten Durchganges wurde jedoch auch Beitar durch einen Ausschluss auf zehn Mann reduziert. Während Maccabi Haifa nicht über ein Remis hinauskam, erzielte Eran Zahavi in der Nachspielzeit den Siegtreffer.

Größter Spieler
Yehoshua Faigenbaum
Als verehrter Spieler der 1960er- und 70er-Jahre ist Faigenbaum bis heute mit 131 Ligatreffern Hapoels Rekordtorschütze. Der Offensivspieler, der in einem Haus direkt neben dem Bloomfield-Stadion aufwuchs, kam im Alter von acht Jahren zu Hapoel. In 15 Saisonen gewann er zwei Meistertitel und wurde zehn Mal Torschützenkönig. Im Jahr 1972 erzielte er mit einem Kopfball den Siegtreffer im Pokalfinale gegen Hapoel Jerusalem FC. 1994 und 2004 rettete er Hapoel als Trainer jeweils vor dem Abstieg.

Wussten sie schon?
Hapoel teilt das Bloomfield-Stadion mit den Stadtrivalen Maccabi Tel-Aviv FC und Bnei Yehuda. Letzte Saison gingen die Roten in 35 Ligaspielen nur ein einziges Mal als Verlierer vom Platz, eine 1:2-Heimniederlage gegen Maccabi Haifa. Im Kampf um den Meistertitel behielten sie dank der besseren Tordifferenz gegen Maccabi Haifa die Oberhand.

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