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Philip Röber
von
Philip Röber

Glas halb voll, oder doch halb leer?

Vom Ergebnis her kann Borussia Dortmund nach dem Achtelfinalhinspiel zufrieden sein, dennoch wurden beim Auftritt gegen den FC Shakhtar Donetsk einige Mankos im BVB-Spiel deutlich.
 
 
Veröffentlicht: Sonntag, 17. Februar 2013, 15.56MEZ

Glas halb voll, oder doch halb leer?

Vom Ergebnis her kann Borussia Dortmund nach dem Achtelfinalhinspiel zufrieden sein, dennoch wurden beim Auftritt gegen den FC Shakhtar Donetsk einige Mankos im BVB-Spiel deutlich.

Beim 2:2-Unentschieden gegen den FC Shakhtar Donetsk blieb Borussia Dortmund in der laufenden UEFA Champions League auch im siebten Spiel ungeschlagen, verglichen mit den Auftritten in der vergangenen Saison eine beachtliche Leistungssteigerung.

Blickt man im Detail auf die Auswärtsspiele, darf man sich gerne fragen: Ist das Glas jetzt halb voll, oder doch eher halb leer? Auf der einen Seite hat sich die Elf von Jürgen Klopp in allen vier Partien richtig teuer verkauft und war bei mindestens drei Auftritten (bei AFC Ajax, Manchester City FC und Shakhtar) die bessere Mannschaft, in Madrid aber auch keineswegs unterlegen. Soweit das positive Fazit, umgekehrt könnte man aber auch kritisieren, dass "nur" das Spiel in Amsterdam gewonnen wurde. In den anderen Partien belohnte man sich nicht – war es Pech oder doch mangelnde Cleverness?

Bei seinen Auftritten im Jahr 2012 hatte man fast vergessen, dass Mats Hummels nur ein Mensch und somit in der Lage ist, auch nur durchschnittliche Leistungen abzuliefern. Der sonst so solide Innenverteidiger hat gegen Shakhtar nicht sein erstes Spiel mit unnötigen Fehlern abgeliefert, ob dies an der Umstellung liegt, seit Beginn der Rückrunde nicht Neven Subotić an seiner Seite zu haben, wird man mittelfristig bei der Rückkehr des Serben feststellen können.

Beim 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt war die Abwehr absolut sattelfest und Hummels lieferte auch immer wieder gute Akzente im Spiel nach vorne. Trotzdem ist es Fakt, dass Dortmund im Rückspiel gegen Shakhtar - und wenn es gut läuft auch im weiteren Verlauf des Wettbewerbs - die individuellen Schnitzer abstellen muss, die es übrigens auch schon vor zwischenzeitlichen 1:2 von Douglas Costa gab.

Zudem merkt man spätestens jetzt, dass die Bank der Dortmunder nicht optimal besetzt ist. Julian Schieber hat sich bisher nicht gerade als Topjoker ins Rampenlicht gespielt und auch wenn Moritz Leitner und Leonardo Bittencourt eine große Zukunft vorausgesagt wird, in der aktuellen Situationen machen sie die Mannschaft in kritischen Spielphasen nicht stärker. Solange Mario Götze und Marco Reus fit sind, ist dies nicht weiter schlimm, doch zu ersetzen wären sie für das BVB-Spiel in der Königsklasse nicht.

http://de.uefa.com/uefachampionsleague/news/blogs/blog=ucl_blog_germany/postid=1920953.html#glas+halb+voll+oder+doch+leer

Letzte Aktualisierung: 17.02.13 22.16MEZ
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