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Philip Röber
von
Philip Röber
aus
München

Guardiola kommt, Gegenwart ist wichtiger

Mit der Verpflichtung von Trainer Pep Guardiola hat der FC Bayern München für die vielleicht größte Fußball-Nachricht des Jahres gesorgt, dabei darf der FCB aber eigentlich noch auf ganz andere Schlagzeilen hoffen.
 
 
Veröffentlicht: Mittwoch, 16. Januar 2013, 17.32MEZ

Guardiola kommt, Gegenwart ist wichtiger

Mit der Verpflichtung von Trainer Pep Guardiola hat der FC Bayern München für die vielleicht größte Fußball-Nachricht des Jahres gesorgt, dabei darf der FCB aber eigentlich noch auf ganz andere Schlagzeilen hoffen.

Pep Guardiola kommt also zum FC Bayern München und sorgt damit in der Winterpause für eine Euphorie, die es eigentlich gar nicht braucht. Bis zum Endspiel der UEFA Champions League sind es noch rund fünf Monate, in denen die Truppe von Jupp Heynckes etwas leisten kann, was eine Guardiola-Verpflichtung bei weitem überstrahlen würde.

©AFP/Getty Images

Keine Frage: Ab dem 1. Juli hat der deutsche Rekordmeister in Sachen sportliche Kompetenz, moderne Trainingsarbeit und erfolgsorientiertem Denken eine sportliche Führung, die europaweit Maßstäbe setzen wird. Die Zusammenarbeit zwischen Guardiola und Sportvorstand Matthias Sammer verspricht hoch interessant zu werden.

Wie schwer es für Guardiola trotzdem werden könnte, sieht man an der bisherigen Saison. Nicht wenige sehen in der Handschrift von Heynckes den besten Bayern-Stil seit vielen Jahren. In der Hinrunde wurde trotz einiger Verletzungsprobleme überzeugend Fußball gespielt, das erklärte Primärziel Meisterschaft würde man nur noch mit einem massiven, sehr unwahrscheinlichen Einbruch verpassen.


Die Euphorie mit der Guardiola-Verpflichtung werden manche Experten als riskante Ablenkung werten, ob der Zeitpunkt der Bekanntgabe fördernd oder schädlich sein wird, weiß man im Fußball zum Glück nie so genau, sonst wäre es ja langweilig. So trifft Präsident Uli Hoeness im Hinblick auf die letzten Monate unter Jupp Heynckes genau den richtigen Ton, wenn er sich von der Mannschaft "für diesen großen Trainer den verdienten glanzvollen Abschied" wünscht.

Das Team scheint schon jetzt gerüstet, eine der besten Spielzeiten der Vereinsgeschichte abzuliefern. Auf drei Hochzeiten tanzt man in den Frühling hinein und wenn das Potenzial weiter konstant abgerufen wird, darf sich Guardiola im Sommer vielleicht ganze drei Titelverteidigungen zum Ziel setzen.

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Letzte Aktualisierung: 17.01.13 11.18MEZ
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