Forschungsergebnisse in Nyon vorgestellt
Dienstag, 21. Juni 2011
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Vergangenes Jahr wurden von der Jury des UEFA-Forschungsstipendium-Programms vier Forschungsprojekte ausgesucht, deren Ergebnisse nun in Nyon der Öffentlichkeit präsentiert wurden.
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Bei einem Treffen im Haus des Europäischen Fußballs in Nyon wurden der Jury des UEFA-Forschungsstipendium-Programms die Ergebnisse der vier Forschungsprogramme der Saison 2010/11 vorgestellt.
Dr. Jean William (De Montfort University) eröffnete die Veranstaltung mit der Präsentation der Ergebnisse ihrer Arbeit mit dem Titel "Frauenfußball, Europa und Professionalisierung 1971-2011". Anschließend war der zweite Forscher Dr. Geoff Walters (Birkbeck, University of London) an der Reihe, dessen Arbeit sich mit der Thematik "Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung im europäischen Fußball" befasste.
Darauf folgten die beiden französischen Forschungsprojekte der vergangenen Saison. Lilia Douihech (Université Paris 9 Dauphine) präsentierte die Ergebnisse ihrer Arbeit mit dem Titel "Wettabgaben für Veranstalter von sportlichen Wettkämpfen - ein Instrument in der Betrugsbekämpfung?" (Le droit au pari des organisateurs de competitions sportives, instrument de lutte contre la fraude?)
Das zweite französische Forschungsprojekt stammte von Dr. Stanislas Frenkiel (Université Lyon 1 Claude Bernard) und komplettierte die Forschungsreihe 2010/11. Er befasste sich mit einem geschichtlichen Thema: "Eine historische Studie über das Schicksal von Immigranten im Sport: Was es bedeutet, als afrikanischer Fußballer in Europa zu arbeiten" (Une histoire de la condition d' 'immigré sportif': Etre football africain et travailler en Europe).
Alle vier Forscher standen der Jury des UEFA-Forschungsstipendium-Programms im Anschluss an ihre Präsentationen Rede und Antwort. Zum Abschluss bedankte sich die Jury bei den Forschern, die mit ihren Projekten einen unbezahlbaren Beitrag zur Verbesserung des Fußballs in Europa lieferten.
"Es wurden ein paar sehr interessante Erkenntnisse herausgearbeitet", so William Gaillard, Vorsitzender der Jury. "Die Fußballwelt ist ab und an zu abgeschottet, wie in einem Aquarium. Wir glauben zu oft, dass der Fußball ein einzigartiges Phänomen ist."
"Dank der Forschung werden wir bei Zeiten in die Realität zurückgeholt. Durch sie ist es uns möglich, die Wirklichkeit, die uns tagtäglich umgibt und fordert, besser zu verstehen. Dadurch können wir diesen abgeschotteten Zustand etwas auflösen."
In den vergangenen Jahren hat sich die UEFA verstärkt in der akademischen Gesellschaft eingebracht und mehrere Initiativen eingeleitet, um Erkenntnisse zu gewinnen, die der europäischen Fußballfamilie in verschiedenen Entscheidungsprozessen helfen sollen.
Das UEFA-Forschungsstipendium-Programm spiegelt die Entschlossenheit der UEFA bei der Unterstützung für Arbeiten von Doktoranden und promovierten Wissenschaftlern bei der Erforschung des europäischen Fußballs wider. Die UEFA hat die wichtige Mission, die Entwicklung des europäischen Fußballs und Grundsätze wie Einheit und Solidarität zu fördern.
Durch die Beleuchtung des Fußballs und seiner weit verzweigten Verbindungen mit der Gesellschaft von einer anderen Seite, kann Forschung auf hohem Niveau der UEFA bei der Erfüllung ihrer Mission helfen. Das UEFA-Forschungsstipendium-Programm ist offen für wissenschaftliche und medizinische Forschungsarbeiten und die Jury besteht aus dem Vorsitzenden, vier Wissenschaftlern, die sich international mit ihrer Forschung zum Thema europäischer Fußball oder Sport allgemein einen Namen gemacht haben, sowie vier namhaften Vertretern der europäischen Fußballfamilie.
Jury des UEFA-Forschungsstipendium-Programmes:
William Gaillard (Vorsitzender, UEFA), Nodar Akhalkatsi (Mitglied der UEFA-Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe), Michel d'Hooghe (Vorsitzender der Medizinischen Kommission der UEFA), Per Ravn Omdal (UEFA-Ehrenmitglied), Giangiorgio Spiess (UEFA-Ehrenmitglied), Paul Downward (Professor, University of Loughborough), Jan Ekstrand (Professor, Linköping-Universität und erster stellvertretende Vorsitzende der Medizinischen Kommission der UEFA), Mikkel Draebye (Professor, SDA Bocconi, Mailand) und Gérald Simon (Professor, Universität Burgund, Dijon)