EPFL begrüßt finanzielles Fairplay
Freitag, 12. März 2010
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Der Verband der europäischen Profi-Ligen (EPFL) ha seine zweite Generalversammlung dieser Saison in Nyon im Haus des Europäischen Fußballs abgehalten.
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Der Verband der europäischen Profi-Ligen (EPFL) ha seine zweite Generalversammlung dieser Saison in Nyon im Haus des Europäischen Fußballs abgehalten. Dabei unterstrichen die Delegierten ihre Unterstützung für die UEFA-Initiative des finanziellen Fairplay und gaben grünes Licht für eine Resolution, die die Größe der Spielerkader begrenzt.
Die EPFL, die in dieser Woche ihre neue Zentrale in Nyon eingeweiht hat, ist auch im Strategischen Beirat für Profifußball (PFSC) vertreten, der vitale Interessen des europäischen Fußballs diskutiert und Lösungen sucht. Vier Vertreter der EPFL sind Mitglieder im PFSC, hinzu kommen noch vier Vizepräsidenten der UEFA, Vertreter der Europäischen Klubvereinigung (ECA) und der europäischen Abteilung der Spielergewerkschaft FIFPro.
"Es gab gute Gespräche über das finanzielle Fairplay und die UEFA gab einen sehr guten Überblick, was derzeit Stand der Dinge ist", sagte der EPFL-Vorsitzende Sir David Richards. "Es bedurfte einer großartigen Kooperation zwischen den Ligen und der UEFA, um das [finanzielle] Fairplay soweit zu bringen, wie es heute ist. Wir sind mit den Fortschritten sehr zufrieden und freuen uns auf die nächsten Schritte."
Das Konzept des finanziellen Fairplay, das von der UEFA in Absprache mit der Fußballfamilie aus der Taufe gehoben wurde, soll die Klubs dazu bringen, rational zu wirtschaften - also nicht mehr Geld auszugeben als einzunehmen, ausgeglichene Budgets vorzulegen, Schulden in absehbarer Zeit abzubauen, langfristig in den Jugendbereich und in die Infrastruktur zu investieren, und bei Ablösesummen und Spielergehältern Vernunft walten zu lassen. Langfristiges Ziel der Initiative ist es, das Wohlergehen des Fußballs in Europa zu gewährleisten.
"Man muss der UEFA gratulieren und zwar nicht nur dafür, dass sie dieses Thema in den Fokus gerückt hat, sondern auch dafür, dass sie eine globale Antwort auf drängende Fragen sucht, die die Zukunft des Fußballs bedrohen", fügte EPFL-CEO Emanuel Macedo de Medeiros an. "Die UEFA hat einen sehr konstruktiven Beratungsprozess in Gang gesetzt, zu dem wir auch einen Input leisten konnten. Einige unserer Vorschläge sind schon auf die Agenda gesetzt worden."
Die EPFL-Versammlung nahm eine Resolution an, die auf nationaler Ebene die Kadergröße limitiert und spätestens für die Saison 2012/13 in Kraft treten soll.
Demnach sollen alle Klubs über eine maximale Kadergröße von 25 Spielern verfügen, sowohl im Europapokal als auch in der Liga, zumindest in den jeweiligen Eliteligen eines Verbandes. Zusätzlich zu den 25 registrierten Spielern dürfen beliebig viele U21-Spieler nominiert werden.
"Dies ist der erste Schritt einer generellen Kaderbegrenzung in ganz Europa", meinte der EPFL-CEO. "Dies ist ein sehr positiver Aspekt, um finanzielle Stabilität und Jugendförderung zu ermutigen. Diese Regel ist eine wichtige Komponente im UEFA-Konzept des finanziellen Fairplay."