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Wohltätigkeit

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Bei der jährlichen Eröffnungsveranstaltung der Europapokal-Saison in Monaco zeichnet die UEFA jedes Mal eine verdiente Organisation mit einem Scheck über eine Million Euro aus.

Die Wohltätigkeits-Auszeichnung wurde erstmals 1998 verliehen und wird bei der Gruppenauslosung der UEFA Champions League am Vorabend des UEFA-Superpokals überreicht. 2011 ging der Scheck an Streetfootballworld.

Gewinner der letzten Jahre
2010 - Büro der Vereinten Nationen für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden
(UNOSDP)
UNOSDP lässt das Geld fünf UN- oder UN-geförderten Projekten zukommen, um mit der Macht des Sports und der körperlichen Betätigung das tägliche Leben von Menschen in Not zu verbessern. Die entsprechenden Organisationen arbeiten darauf hin, die UN-Ziele zu bewältigen, besonders die acht Millennium-Entwicklungsziele.

Das Büro führt und koordiniert die UN-Bemühungen, das Verständnis und die Unterstützung für den Sport als Motor für positive soziale Veränderungen zu fördern. Grundlage dafür ist, dass der Sport als ein Grundrecht für alle Menschen gesehen wird und er dazu beitragen kann, einen sozialen Aufstieg einzuleiten.

2009 – Verband für Fans mit Behinderungen (NADS)
Der NADS vertritt mehr als 30.000 Fußball-Fans mit Behinderungen im Vereinten Königreich und führte das CAFÉ-Projekt ein. CAFÉ steht für "Zentrum für Zugang zum Fußball in Europa" und verstärkt das Bewusstsein gegenüber Behinderung in ganz Europa. Der NADS arbeitete mit der UEFA und den Gastgeberstädten der UEFA EURO 2008 sowie des jüngsten Finals der UEFA Champions League zusammen. Dabei wurde auf verbesserte Einrichtungen und Leistungen hingewiesen. Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören:

• zusätzliche Rollstuhlplätze
• Audio-Kommentare für sehbehinderte Fans
• behindertengerechte Toiletten und Imbiss-Stände 
• Verbindungspersonen für behindere Fans bei jedem Spiel
• behindertengerechte Transportmittel und Taxi-Ausstiegsmöglichkeiten.

2008 – Europäischer Leukodsytrophie-Verband (ELA)
Seit 1992 unterstützt der ELA Familien, die von Leukodystrophie betroffen sind. Das sind schwere Stoffwechselkrankheiten des Gehirns, des Rückenmarks und teilweise auch der peripheren Nerven, bei denen die weiße Substanz des Gehirns (Myelin) nicht stabil ist und zum Zerfallen neigt. Der Verband ist bereits in Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Luxemburg und der Schweiz aktiv, wird aber auch bald in Deutschland und dem Vereinten Königreich ansässig werden.

Der Scheck über eine Million Schweizer Franken, die ELA-Botschafter Zinédine Zidane entgegennahm, gab dem Verband die Möglichkeit, ein europaweites Netzwerk zu entwickeln. Damit sollen Familien in verschiedenen Ländern, die von Leukodystrophie betroffen sind, zusammengebracht werden. Außerdem sollen Informationen ausgetauscht und der Dialog zwischen Patienten und Gesundheitswissenschaftlern ausgebaut werden. 

• 250 Familien haben IT-Geräte (Laptop mit Kamera und Internetzugang) und Training bekommen, um Zugang zu den neuesten Informationen über Leukodystropy zu erlangen.
• 2009 wurde eine neue multilinguale Internetseite gestartet.

2007 – Cerebral Palsy International Sports and Recreation Association (CPISRA)
CPISRA wurde 1978 gegründet, um Sportler mit Cerebralparese und damit verbundenen neurologischen Merkmalen zu helfen. Sie sollten auch Sportarten betreiben können. Die Gelder der UEFA hat die CPISRA dazu verwendet, Fußballspiele mit Siebener-Mannschaften in manchen Teilen Europas zu veranstalten. Dadurch haben die Menschen den Zugang zum Fußball bekommen. Außerdem wurden Trainings-, Ausbildungs- und Werbematerialien hergestellt.

• CPISRA hat eine DVD produziert, um Siebener-Fußball in ganz Europa bekannt zu machen.
• 2009 veranstaltete sie im niederländischen Arnhem eine internationale Meisterschaft.

2006 – Internationaler Blindensportverband (IBSA)
Der IBSA bietet für sehbehinderte Sportler eine Reihe von Sportarten an; zum Beispiel zwei Varianten von Futsal - für blinde Spieler (B1) und für Spieler, die teilweise erblindet sind (B2/B3). Die erste Variante ist eine der beliebtesten Sportarten bei den Paralympics.

• Mit Hilfe der UEFA hat der IBSA sein Futsal-Entwicklungsprojekt Europa in Form von Seminaren überall auf dem Kontinent bekannt gemacht. 300 Trainer und Schiedsrichter wurden darin in Blinden-Futsal ausgebildet. Unter dem Motto "die Trainer trainieren" erhielten die Teilnehmer ein Basis-Training von IBSA-geprüften Trainern und Schiedsrichtern. Dabei ging es um das Arbeiten mit blinden Spielern, die Taktik und die Spielregeln. 
•Der IBSA produzierte auch eine Lehr-DVD, die bei den Paralympic 2008 in Peking an alle europäischen Nationen verteilt wurde.

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