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Ethnische Minderheiten sind willkommen

Veröffentlicht: Montag, 19. Januar 2004, 6.34MEZ
Kampf gegen Rassismus im Fußball ist nur wirksam mit starker Beteilung ethnischer Minderheiten.
 
Veröffentlicht: Montag, 19. Januar 2004, 6.34MEZ

Ethnische Minderheiten sind willkommen

Kampf gegen Rassismus im Fußball ist nur wirksam mit starker Beteilung ethnischer Minderheiten.

Nach Meinung der UEFA ist es nur dann möglich, den Rassismus im Fußball erfolgreich zu bekämpfen, wenn sich ethnische Minderheiten stärker auf allen Ebenen des Spiels beteiligen. Außerdem müsste eine größere Anzahl von ethnischen Minderheiten die Spiele in den Stadien besuchen.

Anti-Rassismus-Kampagne
In seinem Handbuch für gute Verhaltensregeln, das für die europäische Fußballgemeinde als Teil der Anti-Rassismus-Kampagne des europaweiten Netzwerks Fußball gegen Rassismus (FARE) herausgegeben wurde, schreibt der europäische Fußball-Dachverband, dass die Anzahl der schwarzen Zuschauer die Anzahl der schwarzen Spieler reflektieren sollte.
 
Zu wenig Farbige
"Die Einbeziehung von Fans aus ethnischen Minderheiten und Einwanderergruppen in die Kampagnen gegen Rassismus im Fußball ist von entscheidender Bedeutung", heißt es in dem Handbuch. "Es fällt auf, dass im europäischen Fußball eine große Diskrepanz zwischen der Zahl schwarzer Spieler auf dem Feld und dem Fehlen schwarzer Gesichter bei den Fans besteht."
 
Rassistische Verunglimpfungen
In England und Wales beispielsweise beträgt der Anteil der schwarzen Profifußballer an die 15 Prozent. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter den Fans zeigt allerdings, dass im Durchschnitt weniger als ein Prozent der Dauerkarten der Premier League-Vereine an Fans aus den ethnischen Minderheiten gehen. "Was allerdings noch gravierender wiegt, ist der Umstand, dass 27 Prozent der Fans sagten, sie hätten rassistische Verunglimpfungen von Spielern während der Saison gehört", erklärte die UEFA.
 
Vorzeige-Projekt
Das Handbuch nennt das Projekt Football Unites, Racism Divides - Fußball vereint, Rassismus trennt - (FURD) in der englischen Stadt Sheffield als Vorzeige-Projekt. Dieses hat Aktivitäten rund um den Fußball veranstaltet, die dabei halfen, junge Leute aus ethnischen Minderheiten in das Spiel mit einzubeziehen, um "aufzuzeigen, wie Fußball, Erziehung und die Beteiligung in der örtlichen Gemeinschaft zusammengebracht werden und zu positiven Veränderungen führen können".
 
Beispiel aus Ungarn
Ein weiteres Beispiel kommt aus Ungarn, wo die Mahatma Gandhi-Menschenrechtsorganisation eine afrikanische Fußballelf gegründet hat. Die Mannschaft gibt Flüchtlingen und Bürgern afrikanischer Abstammung die Möglichkeit, miteinander Fußball zu spielen. Im Sommer gibt es ein Fußballturnier, bei dem die Menschen weiter zueinander finden sollen.
 
Langfristige Partnerschaft
"Von denjenigen, die im Fußball arbeiten, müssen die Beziehungen zu den ethnischen Minderheiten als langfristige Partnerschaften gesehen werden, die sowohl zum Wohle des Fußballs beitragen wie auch zum Integrationsprozess neuer Bevölkerungsgruppen", schreibt die UEFA.

Schauen Sie in das UEFA-Handbuch für richtiges Verhalten 

Letzte Aktualisierung: 20.04.12 4.14MEZ

http://de.uefa.com/uefa/socialresponsibility/antiracism/news/newsid=138622.html#ethnische+minderheiten+sind+willkommen

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