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Entscheidende Rolle der Spieler im Kampf gegen Rassismus

Anti-Rassismus

Als Idole ihrer Fans können Topspieler im Kampf gegen den Rassismus viel bewirken.

Fußballspielern und ihren Vereinen kommt im Kampf gegen den Rassismus eine entscheidende Rolle zu. Kurz vor dem Höhepunkt der paneuropäischen Aktionswoche gegen Rassismus, die vom Netzwerk "Fußball gegen den Rassismus" (FARE) organisiert wurde, fordert die UEFA auch von Topspielern größeres Engagement im Kampf gegen das derzeit wohl größte Übel dieses Sports.

Im Rampenlicht
Dutzende von europäischen Klubs und Spitzenspielern - viele von ihnen stehen gerade im Rampenlicht der UEFA-Wettbewerbe - haben bereits ihren Teil zur FARE-Aktionswoche beigetragen und werden dies auch bis zum Dienstag noch tun.

Treibende Kraft
"Obwohl die Fans oft die treibende Kraft bei anti-rassistischen Aktionen sind, können sie den Rassismus nicht im Alleingang besiegen, schon gar nicht mit Plakaten, Flugblättern und Fanzeitungen", erklärte die UEFA in ihrem jüngst veröffentlichten Handbuch für gutes Benehmen (Guide to Good Practice), einer Anti-Rassismus-Broschüre, die in ganz Europa verteilt wurde.

Weitere Wahrnehmung
"Um eine größere Öffentlichkeit, vor allem die Medien, für dieses Problem zu sensibilisieren, braucht man die Unterstützung der Spieler und ihrer Klubs. Die Spieler sind natürlich die Idole der Fans und ihre Worte haben einen weitreichenden Einfluss. Die Spieler können auch Opfer oder gelegentlich sogar Täter von rassistischen Zwischenfällen werden. Hochkarätige Profis in den Kampf gegen Rassismus zu integrieren, muss ein wesentliches Ziel vieler Kampagnen sein."

Starke Opposition
Viele Topspieler haben sich bereits öffentlich in den Dienst dieser guten Sache gestellt und sind gegen Intoleranz und Diskriminierung aufgestanden. Sol Campbell, Verteidiger von Arsenal FC und der englischen Nationalmannschaft, erklärte auf kickitout.org, der Internetseite der Britischen Anti-Rassismus-Kampagne, dass rassistische Beschimpfungen unbedingt gemeldet werden sollten.

Campbells Meinung
"Wenn Du beleidigt wirst, musst Du, um das zu stoppen, zu Deinem Lehrer, Deinen Eltern oder einer anderen Vertrauensperson gehen und erzählen, was passiert ist. Viele Kinder haben manchmal Angst, es ihren Lehrern oder Eltern zu erzählen. Niemand auf der Welt hat das Recht, andere Menschen rassistisch zu beschimpfen. Das ist völlig daneben. Es kann den Kindern sehr lange Zeit nachhängen, vielleicht sogar für immer."

"Mit jemandem reden"
Manchester United FC-Star Ryan Giggs erzählte kickitout.org: "Als Kind schleppst Du so etwas Dein ganzes Leben mit Dir rum, es ist nicht schön, wenn Dir so etwas passiert. Sprich mit jemandem darüber. Lehrer oder vielleicht auch Eltern können Dir helfen. Sonst kann es Deine schulischen Leistungen und Dein Leben beeinflussen und zu einem echten Problem werden."

Henrys Antwort
Der französische Nationalspieler und Arsenal-Star Thierry Henry meint, junge Spieler sollten ihre fußballerischen Fähigkeiten nutzen, um Rassisten zum Schweigen zu bringen. "Das einzige, was ich darüber [den Rassismus] sagen kann, ist, dass manchmal manche Gegenspieler versuchen, dich in der Konzentration zu stören, um dich aus dem Spiel zu nehmen. Die einzige Antwort darauf sollte man auf dem Platz geben", erzählte Henry uefa.com. "Ich weiß, was ich kann. Ich will Fußball spielen und das ist alles. Ich bin hier um Fußball zu spielen. Ich gebe meine Antwort nur auf dem Platz."

Position der Klubs
Hinsichtlich der Aufgaben der Vereine meint die UEFA: "Die Klubs haben einen wichtigen Einfluss auf die Stimmung im Stadion und unmissverständliche Aussagen, die den Rassismus verurteilen, helfen zu zeigen, dass so ein Verhalten nicht toleriert wird."

Arbeit mit den Gemeinden
Viele Vereine arbeiten eng mit den örtlichen ethnischen Gemeinden zusammen, um mit diesem guten Beispiel rassistisches Gedankengut gar nicht erst aufkommen zu lassen. "Die Aktivitäten der Klubs und der Spieler sind für den Kampf gegen Rassismus lebensnotwendig", fügte die UEFA hinzu.

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