
Die von der UEFA unterstützte zehnte Obdachlosen-WM findet derzeit in Mexiko-Stadt statt und sie zeigt, wie der Fußball helfen kann, das Leben obdachloser Menschen zu verändern.
Die UEFA ist einer der weltweiten Partner dieses Wettbewerbes, an dem 59 Mannschaften teilnehmen und der bis zum 14. Oktober ausgetragen wird, wenn das Finale in einem der drei Straßenfußball-Stadien auf dem Plaza de la Constitución, Mexiko-Stadt, stattfindet. Ziel dieses Straßenfußball-Ereignisses ist es, bei dem Mannschaften mit je vier Spielern gegeneinander antreten, gegen den Ausschluss zu kämpfen, unter dem Obdachlose leiden, und sie zu ermutigen, alles für eine bessere Zukunft zu geben. Außerdem soll dieses Ereignis die Aufmerksamkeit auf die Probleme der heimatlosen Menschen in der ganzen Welt lenken. Wie Studien gezeigt haben, hilft dieses Turnier dabei, bei den Teilnehmern für Selbstvertrauen zu sorgen; so soll sich das Leben von mehr als 70 Prozent der Spieler verbessert haben, nachdem sie bei diesem Turnier dabei waren.
Die Obdachlosen-WM wurde vom Schotten Mel Young und vom Österreicher Harald Schmied ins Leben gerufen. 2001 wurden sie mit dieser Idee bei der Konferenz für Heimatlose in Kapstadt vorstellig. Beide glaubten daran, dass es möglich sei, das Leben der obdachlosen Menschen durch den Fußball zu verbessern. Und 2003 wurde die erste Obdachlosen-WM in Graz, Österreich, ausgetragen.
Die Obdachlosen-WM unterstützt Breitenfußballprojekte über ein Netzwerk von 73 nationalen Partnern, und sie feiert ihre Arbeit durch die jährliche Ausrichtung des Turniers, bei dem Mannschaften aus der ganzen Welt zusammenkommen. In ihrer sozialen Verantwortung hat die UEFA die Obdachlosen-WM seit ihrer Einführung unterstützt. Seit der ersten Ausgabe 2003 in Graz ist der Wettbewerb beträchtlich gewachsen.
Das Turnier ist eine Möglichkeit für die Teilnehmer, für ihr Land zu spielen und Beziehungen zu anderen Obdachlosen in der ganzen Welt aufzubauen. Zudem verändert es die Einstellung der Menschen gegenüber den Obdachlosen. In allen Städten, wo diese Turniere stattfinden, wurde die Beziehungen zur Öffentlichkeit verbessert. Die französische Legende Eric Cantona ist Botschafter der Obdachlosen-WM.
Organisatoren nutzten die Gelegenheit, in der vergangenen Woche beim UEFA-Seminar für soziale Verantwortung in Sarajewo, die Daseinsberechtigung dieses Wettbewerbs zu erklären. "Man hat keinen Schutzraum mehr, man hat alles verloren, man hat kein Selbstwertgefühl, man weiß nicht, wo man nachts schlafen wird", sagte Craig Campbell, Hauptgeschäftsführer der Obdachlosen-WM. "Dann kommt die Chance mit dem Fußball – vielleicht hat man ja gespielt, als man jung war – und man stellt fest, wie sehr man es genießt." Und für viele gibt es dann das Ziel, an der Obdachlosen-WM teilzunehmen. "Das kann alles ändern”, sagte Campbell. "Man repräsentiert sein Land, und man geht heim mit einer neuer Art von Identität."
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