
Der Weg zur UEFA EURO 2016™ nimmt immer mehr Konturen an. Nun fand ein Workshop statt, an dem alle vier Bewerber für die Endrunde in sieben Jahren teilnahmen.
Allgemeiner Überblick
Vertreter der Verbände aus Frankreich, Italien, der gemeinsamen Bewerber Schweden und Norwegen, sowie aus der Türkei waren in das UEFA-Hauptquartier nach Nyon gereist, um sich von der UEFA einen allgemeinen Überblick hinsichtlich der Organisation einer Endrunde der UEFA-Europameisterschaft geben zu lassen. Außerdem wurden mehr Informationen über das Bieterverfahren weitergegeben. Alle vier Bewerber hatten ihr Interesse bis zum Stichtag am 9. März signalisiert und wären bei einem Zuschlag die erste Nation, die, gemäß der Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees, eine Endrunde mit 24 Mannschaften austrägt.
Bestmöglicher Sachverstand
In Plenarsitzungen kam es nacheinander zu einzeln geführten Diskussionen, dabei boten UEFA-Experten den Teilnehmern Basisinformationen über Themen wie Bieterverfahren, Stadien, Sicherheit, Unterbringung, Bodentransport und Flughäfen, Vermarktung der Austragungsstädte und Fan-Zonen, rechtliche Angelegenheiten, Informationstechnologie und Übertragungsangelegenheiten. "Es ist wichtig, dass wir Ihnen den bestmöglichen Sachverstand und die Kenntnisse, die wir über die letzten Turnier eingeholt haben, anbieten", so UEFA-Generalsekretär David Taylor bei seiner Begrüßungsansprache an die Bewerber.
Großereignis
Während des zweitägigen Seminars hatte die UEFA außerdem die Möglichkeit zu unterstreichen, was es bedeutet, einen Wettbewerb mit dem Ausmaß einer EURO auszurichten. Schließlich gehört die Europameisterschaft neben der FIFA-Weltmeisterschaft und den Olympischen Sommerspielen zu den drei sportlichen Großereignissen auf dieser Welt.
UEFA-Werte
UEFA-Wettbewerbsdirektor Giorgio Marchetti erklärte die Werte und die Philosophie der UEFA: "Ein Ereignis wie die EURO heutzutage ist fantastisch. Es ist etwas, dass jeder gerne erleben möchte. Die Organisation dauert vier Jahre, sogar noch länger, wenn wir das Bieterverfahren mit einrechnen."
Einzigartige Gelegenheit
"Wir haben mit diesem Ereignis die einzigartige Gelegenheit, die Entwicklung des Fußballs in Europa voranzutreiben. Anhand der Fußball-Europameisterschaft helfen wir dem Fußball, sich überall zu verbessern, angefangen mit dem Gastgeberland. Es geht darum, ein Vermächtnis aufzubauen und die Grundlagen zu legen, damit der Fußball in dem [Gastgeber-] Land [oder Ländern] zukünftig floriert."
Menschen zusammenführen
"Dabei werden hohe Einnahmen erzielt, mit denen die UEFA alle 53 Mitgliedsnationen finanziert", so Marchetti weiter. "Wir bringen die besten Fußballer Europas zusammen. Das Turnier kann Leute zusammenbringen. Es ist die beste Möglichkeit, zu zeigen, was es mit dem europäischen Fußball auf sich hat. Historische Rivalen treffen aufeinander, großartige Fußballer, erstklassige Fußballnationen ... und man gibt den Leuten eine außergewöhnliche Chance, sich vereinigt zu fühlen."
Bietverfahren
Es wird noch weitere Seminare geben und die Bewerber bekommen die Möglichkeit, an ihren Bewerbungsunterlagen zu feilen, die sie am 15. Februar 2010 der UEFA übergeben müssen. Anschließend kommt es zu einer Auswertungsphase, bei der die UEFA den Bewerbern auch mehrere offizielle Besuche abstatten wird. Die UEFA-Administration und von der UEFA eingeteilte Experten werden dann die Bewerbungsunterlagen genau überprüfen und schriftliche Bewertungen anfertigen, welche schließlich an die Kommission für Nationalmannschaftswettbewerbe weitergeleitet werden. Am 27. Mai 2010 trifft das Exekutivkomitee der UEFA die endgültige Entscheidung über die Vergabe.
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