Handeln für die Zukunft des Fußballs
Samstag, 20. November 2004
Artikel-Zusammenfassung
UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson schreibt im Champions-Magazin über Eigengewächse.
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In der neuesten Ausgabe von Champions, dem offiziellen UEFA Champions League-Magazin, schreibt UEFA-Generaldirektor Lars-Christer Olsson über Eigengewächse und ihre Bedeutung für die Zukunft des Fußballs.
Die Zukunft des Fußballs hängt von der Qualität der Nachwuchsspieler ab. Wir im Fußball müssen dafür sorgen, dass diese Talente die Chance bekommen, bis in den Spitzenfußball vorzudringen.
Langfristige Konsequenzen
Spieler einzukaufen, ist vielleicht kurzfristig eine Lösung, langfristig zahlt sich das aber nicht aus. Bei der UEFA EURO 2004™ beispielsweise hatte Deutschland Schwierigkeiten, einen Stürmer zu finden - 65 Prozent der Angreifer in der Bundesliga waren keine Deutschen.
Stärkere Identifikation
Die Nachwuchstalente haben die Wahl. Sie müssen nicht Fußball spielen. Wenn sie nicht den Ansporn hätten, es bis ganz nach oben schaffen zu können, würden sie sich vielleicht für eine andere Sportart entscheiden. Alle Fans wollen, dass ihre Mannschaft erfolgreich ist. Wir denken aber, dass sie sich mit ihrem Team stärker identifizieren würden, wenn dort mehr einheimische Spieler zu finden wären.
Diskussionen mit Forum
Die UEFA hat mit dem europäischen Klubforum, in dem 102 europäische Vereine vertreten sind, darüber diskutiert, wie wir die Zukunft des Fußballs sichern und neue Talente fördern können.
Vorschläge der UEFA
Die UEFA hat vorgeschlagen, dass alle europäischen Klubs mindestens sechs bis acht Eigengewächse in ihrem Kader haben sollten. Unter Eigengewächsen verstehen wir die Akteure, die den Großteil ihrer Ausbildung bei einem Klub verbracht haben.
Schritt in die richtige Richtung
Mit den Mitgliedern des Klubforums und weiteren Gesprächspartnern haben wir auch darüber gesprochen, die Kadergröße zu begrenzen, damit große Klubs die Eigengewächse nicht nur als Platzhalter missbrauchen. Dieser Plan könnte, wenn er vom UEFA-Kongress im kommenden April unterstützt wird, zur nächsten Saison realisiert werden. Wir denken, dieser Schritt allein wird nicht reichen, um die Förderung junger Talente im europäischen Fußball sicherzustellen. Wir glauben aber, dass es ein großer Schritt in die richtige Richtung ist.
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