
Der israelische Fußball ist der jüngste Nutznießer des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte (FDEP), in dessen Rahmen die medizinischen Mitarbeiter der nationalen Verbände eine zusätzliche Ausbildung und wertvolle Tipps erhalten.
17 Ärzte – darunter Mitarbeiter der israelischen Nationalmannschaft und von Erstligaklubs besuchten in Tel-Aviv den FDEP-Kurs über die medizinische Erstversorgung von Spielern. Abgehalten wurde dieser Kurs von sieben Medizinern, darunter auch Experten für innere und Notfall-Medizin, Kardiologen und Anästhesisten. Dr. David Aladgem, Chef der chirurgischen Notfallabteilung im Medical Centre von Tel-Aviv, zugleich auch Chefarzt der israelischen U21-Nationalmannschaft und Teilnehmer des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte, fungierte als Kursleiter, Dr. Ian Beasley, Mitglied der Medizinischen Kommission der UEFA, war als Gastredner und UEFA-Beobachter vor Ort.
Der FDEP, im Frühjahr 2011 aus der Taufe gehoben, hat das Ziel, der immer wichtiger werdenden Rolle des modernen Fußballarztes gerecht zu werden. Das Programm soll den Medizinern der nationalen Verbände zusätzliches Wissen vermitteln. Die wichtigsten Bereichen dabei sind: Aufgaben- und Verantwortungsbereiche des Arztes, die Medizinische Erstversorgung von Spielern, Verletzungsprävention, Antidoping sowie Therapie und Rehabilitation. Die Lehrinhalte wurden gemeinsam mit der Medizinischen Kommission der UEFA und erfahrenen Sportmedizinern entwickelt.
Die Inhalte des Programms sollen durch Veranstaltungen auf nationaler Ebene an die Verbände weitergereicht werden. Ziel ist es, das Wissen der medizinischen Vertreter der nationalen Verbände an die medizinischen Abteilungen und Klubärzte auf allen Ebenen weiterzugeben. Um dies so schnell und effektiv wie möglich zu gewährleisten, stellt die UEFA den Verbänden zu Trainingszwecken medizinische Notfall-Ausrüstungen und Lehrmittel zur Verfügung – technische Handbücher, ausgebildete Kursdelegierte und eine umfangreiche Online-Plattform mit E-Learning-Möglichkeiten.
“Der Kurs in Israel war ein perfektes Beispiel dafür, wie die Inhalte des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte kaskadenartig in ganz Europa verbreitet werden und wie die neuesten medizinischen Erkenntnisse in der Fußball-Medizin allen europäischen Mannschaftsärzten zu Gute kommen”, sagte Dr. Beasley.
“Der Workshop in Israel hat mühelos die hohen Standards der UEFA bezüglich der effizienten Verbreitung der Erkenntnisse auf nationaler Ebene erfüllt, indem der Kurs von hochrangigen Notfallmedizinern und Kardiologen abgehalten wurde. So lange solche exzellenten Lernprogramme die nationalen Verbänden unterstützen, erfüllt die Medizinische Kommission der UEFA ihre Aufgabe optimal, den Spielern in ihren Wettbewerben die best mögliche medizinische Behandlung angedeihen zu lassen.”
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