
Die UEFA-Mitgliedsverbände haben die Einführung des UEFA-Fortbildungsprogramms für Fußballärzte (FDEP) einhellig begrüßt – als vorerst letztes Land nutzte Serbien diese Initiative, die darauf abzielt, das Niveau der medizinischen Abteilungen der Verbände durch theoretische und praktische Arbeit zu steigern.
Erst vor kurzem fand ein FDEP-Kurs im Serbischen Haus des Fußballs in Stara Pazova unter der Schirmherrschaft des Serbischen Fußballverbandes (FSS) statt. Dieser Workshop fokussierte sich auf die medizinische Erstversorgung von Spielern und wurde von 16 Nationalmannschaftsärzten und acht Physiotherapeuten besucht.
Die sechs Kurs-Präsentatoren können alle auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken und verfügen über eine durch den European Resusciation Council bestätigte Qualifikation. Zwei von ihnen sind Kardiologen, einer ein Herz-Thorax-Chirurg und drei arbeiten als Notärzte. Alle Kandidaten bestanden die schriftliche Prüfung und den praktischen Teil des Workshops – die Anwendung der kardiopulmonalen Reanimation (CPR), automatische externe Defibrillatoren (AED) und praktische Stabilisierungstechniken: Log Rolle, Spinal Board und Nackenstützen.
“Alle Teilnehmer haben das hohe Niveau des Kurses und der Trainings-Ausrüstung gelobt, sehr geholfen hat uns vor allem die UEFA, die uns medizinisches Equipment zur Verfügung gestellt hat, das für die Organisation dieser Veranstaltung unerlässlich war”, sagte Kursleiterin Dr. Emilija Nestorovic.
Das Anfang des Jahres eingeführte UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte soll den Mannschaftsärzten dabei helfen, ihrer immer wichtiger werdenden Rolle durch praktische und theoretische Fortbildung gerecht zu werden: medizinische Erstversorgung von Spielern, Verletzungsprävention, Therapie und Rehabilitation, Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Fußballarztes sowie Antidoping. Die Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit der medizinischen Kommission der UEFA und führenden Experten der Sportmedizin erarbeitet.
Der Workshop in Serbien gab ein gutes Beispiel dafür, wie die Inhalte des Programms durch die Veranstaltungen auf nationaler Ebene an die Verbände weitergereicht werden. Ziel ist es, das Wissen der medizinischen Vertreter der nationalen Verbände an die medizinischen Abteilungen und Klubärzte auf allen Ebenen weiterzugeben.
Um dies so schnell und effektiv wie möglich zu gewährleisten, leiht die UEFA den Verbänden zum Trainingszweck medizinische Notfall-Ausrüstungen und stellt Lehrmittel zur Verfügung – technische Handbücher, ausgebildete Kursdelegierte und eine umfangreiche Online-Plattform mit E-Learning-Möglichkeiten.
Dr. Michel D'Hooghe, der Vorsitzende der medizinischen Kommission der UEFA, sagte: "Das UEFA-Fortbildungsprogramm für Fußballärzte soll Fußballärzten in ganz Europa dabei helfen, Techniken und Expertenwissen zu entwickeln, die ein essenzieller Bestandteil des Toolkits eines Fußballarztes von heute sein sollten.
"Der Kurs möchte effektive Behandlungsmethoden lehren, einen wichtigen Erfahrungsaustausch fördern, optimale Verfahren ausarbeiten und die Ärzte darin ausbilden, ihr Wissen auch im eigenen Land weiterzureichen. Dies führt schließlich dazu, ein Netzwerk bestens ausgebildeter Mannschaftsärzte im europäischen Fußball aufzubauen."
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