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Schiedsrichter-Experiment geglückt

Schiedsrichterwesen

UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär David Taylor verfolgten in Slowenien ein Experiment mit zwei zusätzlichen Offiziellen auf U19-Ebene und waren von den Ergebnissen der Neuerung beeindruckt.

UEFA-Präsident Michel Platini testet vor Ort das Headset für Schiedsrichter
UEFA-Präsident Michel Platini testet vor Ort das Headset für Schiedsrichter ©NZS

UEFA-Präsident Michel Platini und Generalsekretär David Taylor verfolgten bei der Qualifikationsgruppe 5 zur UEFA-U19-Europameisterschaft in Slowenien ein Experiment mit zwei zusätzlichen Offiziellen - und waren durchaus beeindruckt.

Hautnah dabei
Platini konnte während der Begegnung zwischen Slowenien und der Slowakei die Kommunikation zwischen dem italienischen Schiedsrichter Andrea De Marco und seinen vier Assistenten verfolgen, während Taylor die Gelegenheit hatte, das Geschehen beim irischen Schiedsrichter David McKeon und dessen vier Assistenten beim Spiel zwischen Armenien und Norwegen zu beobachten.

Gutes Feedback
Das Experiment ist gut verlaufen, denn das Feedback war positiv. Zusätzlich zu dem Schieds- und seinen beiden Linienrichtern waren zwei Assistenten auf der Torlinie installiert worden, die das Geschehen im Strafraum verfolgen sollten - wie zum Beispiel Fouls oder andere Regelverstöße. Die Tests in der Slowakei wurden im vorigen Frühling von den Regelmachern des Fußballs, dem International Football Association Board, beschlossen.

Neue Erfahrung
Taylor war von dem Experiment begeistert, da er hautnah miterlebte, wie die Praxis mit den zusätzlichen Assistenten aussieht. "Es ist sehr wichtig, das Experiment direkt mitzuerleben und ich war sogar direkt hinter dem Tor", sagte er. "Was ich in diesem Experiment gesehen habe, war sehr interessant und lohnenswert."

Position ist entscheidend
"Der Vorteil entsteht durch die Position der Extra-Schiedsrichter", fügte der UEFA-Generalsekretär hinzu. "In der ersten Halbzeit sahen wir zum Beispiel, wie der Torhüter einem heranstürmenden Stürmer den Ball vom Fuß grätschte. War es ein Elfmeter oder nicht? Hinter dem Tor war klar zu sehen, dass es keiner war. Für so eine wichtige Entscheidung braucht man die beste Sicht und das habe ich selbst miterlebt."

Weitere Tests
Die Schiedsrichter - die bereits am ersten Turniertag vom Experiment begeistert waren - konnten ihre Abstimmung und Kommunikation noch weiter verbessern. Sie haben es geschafft, ihre Pflichten effizient aufzuteilen, vor allem im Dialog, welcher Offizielle zuerst spricht, wenn eine strittige Situation vorliegt. Weitere Tests sind bereits für Ende dieses Jahres geplant, wenn die U19-Qualifikationsrunde der Gruppe 1 und 7 in Ungarn und Zypern stattfindet.

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